Natur

Urwald Białowieża

Wenn Sie in den Urwald Białowieża fahren, sind Sie von einem Zwielicht umgeben, das man eher mit einem tropischen Dschungel als mit einem gewöhnlichen Wald in unserem Teil Europas assoziiert. Wenn man weitere Kilometer zurücklegt, scheinen die Bäume immer höher und dichter zu werden. Nach einem mehrtägigen Aufenthalt im Wald werden Sie eine Weile brauchen, um sich wieder an offene Räume zu gewöhnen.  Der uralte Komplex des Urwaldes Białowieża ist ein Dinosaurier unter den Wäldern. Er ist eines der letzten Gebiete, die zu Überresten der ursprünglichen Waldlandschaft des europäischen Tieflandes gehört. Jahrhundertelang jagten hier polnische Könige und russische Zaren. Heute steht der wertvollste Teil des Waldes im Rahmen des Nationalparks Białowieża unter strengem Schutz und ist in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.   Puszcza Bialowieska. fot. Grzegorz und Tomasz Klosowscy   Die Wälder in Białowieża sind ein Schutzgebiet für wilde Tiere, deren bekanntester Vertreter der Wisent ist. Dieser wilde, phlegmatische Verwandte des Rindes bewohnte einst die Wälder von Sibirien bis Nordspanien. Jahrhunderte der rücksichtslosen Jagd und Kriege brachten diese Tierart an den Rand des Aussterbens. Der letzte wilde Wisent starb am Ende des Ersten Weltkriegs und die Population beginnend mit 12 in Gefangenschaft gehaltenen Exemplaren zurück ins Leben gerufen. Heute gibt es in Polen 1 500 Wisente, von denen die Hälfte im Urwald Białowieża in freier Wildbahn leben. Mit etwas Glück kann man sie früh am Morgen auf den Waldlichtungen sehen. Das ist die Zeit, in der sich die Tiere zeigen, um nach Essen zu suchen.      Der Urwald Białowieża kann auf Fahrrädern erkundet werden. Gut gepflegte, asphaltierte und gepflasterte Waldwege durchkreuzen den Komplex mit langen, geraden Strecken, auf denen Sie höhere Geschwindigkeit erreichen können. Unterwegs kommen Sie an, jahrhundertealten Eichen oder Aussichtstürmen am Rande von Wiesen und Feuchtgebieten vorbei. Ein Wahrzeichen sind auch tief im Wald verstecke Orte mit besonderer Kraft, die sich nach Meinung der Radiästheten durch eine hohe Ansammlung positiver Energie auszeichnen. Ist dies wirklich wahr? Überzeugen Sie sich selbst! Lesen Sie mehr über den Urwald Białowieża lesen Sie auf der Webseite von National Geographic (auf Deutsch) Webseite des Nationalparks Białowieża Wichtig: Aufgrund der angespannten Situation an der polnisch-weißrussischen Grenze eit dem Sommer 2021 befindet sich ein Großteil des Urwaldes Białowieża, einschließlich des Dorfes Białowieża, im Ausnahmezustand und kann während Ihrer Reise möglicherweise nicht besucht werden. Am besten informieren Sie sich vor der Abreise bei Ihren Gastgebern.       SIEHE DIE GANZE GESCHICHTE – PODLACHIEN    

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Nationalpark Biebrza

Eine Vogelsafari. In einer Zeit, in der die Klimaerwärmung zum Verschwinden nächster natürlicher Moore aus der europäischen Landschaft beiträgt, sind die großen Sumpfgebiete entlang des Flusses Biebrza in Podlasie eine Natursensation und ein Mekka für Liebhaber der Natur. Auf den einsamen Wiesen und Sümpfen treffen Sie fast 300 Vogelarten, darunter den vom Aussterben bedrohten Seggenrohrsänger, zu dem Ornithologen aus aller Welt pilgern. Sie sind die außergewöhnlichen Kampfläufer, von denen jeder ein einzigartiges Gefieder hat. Sie treffen dort auch zahlreiche Elche. Die Population dieser freundlichen, gehörnten Säugetiere nimmt in Biebrza ständig zu und in dem Maße, dass einer der örtlichen Wanderwege "Elchstraße" genannt wird!      Nationalpark Biebrza (Biebrzański Park Narodowy) ist das größte und längste Naturschutzgebiet in Polen. Praktisch jeder Teil von diesem Nationalpark ist reich an Attraktionen für diejenigen, die auf Reisen Ruhe, Stille und den Kontakt zur Natur am meisten schätzen. Die schönste Jahreszeit, um den Nationalpark Biebrza zu erkunden, ist der Frühling. Die Vögel kehren zur Brut- und Paarungszeit in die Sümpfe zurück und nach dem Winterstillstand blühen die Wiesen in Grün. Die Sommerzeit am Fluss Biebrza bedeutet lange Sonnenuntergänge, kilometerlange Flussfahrten im Kajak und Campingausflüge am Abend am Fluss.     Das Gebiet Biebrza kann zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Kajak erkundet werden. Es ist ein großartiger Ort, um Reiten zu lernen und die Natur vom Rücken eines Pferdes aus zu erfahren. Hier finden Sie Beispiele für Fahrradrouten in Kombination mit Wanderungen in die einsamsten Teile des Parks. Unter diesem Link erfahren Sie mehr über Kajaktouren auf dem Fluss. Erkundigen Sie sich am besten bei Ihren Gastgebern, nach den besten Gestüten in der Umgebung. Kontakte für lizenzierte Führer in Nationalpark Biebrza (das Zeichen "D" steht für Deutschkenntnisse):         SIEHE DIE GANZE GESCHICHTE – PODLACHIEN  

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Dünen in Łeba

Sie werden "Polnische Sahara" genannt. Mit einer Höhe von 30 bis 40 Metern bewegen sie sich mit der Richtung der Seewinde um mehrere Meter pro Jahr. Ihr mehlfeiner Sand erfreut zu jeder Tageszeit mit unterschiedlichen Farben - von Weiß über Violett, Orange und Rot bis hin zu Braun, das am Abend dominiert. Die Wanderdünen in der Nähe der Stadt Łeba sind ein Muss auf Ihrer Tour an der polnischen Ostseeküste. In den letzten Jahren, vor allem im Sommer, hat ihre Schönheit zahlreiche Touristen angezogen, aber wir haben einige Tipps für Sie, wie Sie die Gegend (fast!) ohne Menschen genießen können.   Der einzigartige natürliche Küstenabschnitt ist durch den Slowinzischen Nationalpark (Słowiński Park Narodowy) geschützt. Die Landschaft wurde hier durch den vom Meer mitgeführten Sand bestimmt, der ehemalige Buchten durch schmale Streifen in fisch- und vogelreiche Küstenseen abgetrennt und verwandelt hat. Die Küstenstreifen sind mit einem Kiefernwald bedeckt, in dem dicht Moos wächst. Der Sand kommt immer wieder und liefert sich einen erbitterten Kampf mit den Pflanzen. Unter diesen Umständen sind die majestätischen Dünen von Łeba entstanden. Die höchste von ihnen, Łącka Góra, erhebt sich mehr als 40 Meter über dem Meer und bewegt sich ständig nach Osten in Windrichtung!     Die Ostsee ist ein durch und durch nördliches Meer. Die mächtigen weißen Strände erstrecken sich entlang der gesamten polnischen Küste und sind nicht nur im Sommer wunderschön. Manche sagen, dass die Meereswellen im Winter den größten Eindruck hinterlassen! Die Wassertemperatur übersteigt im Sommer nicht 20 Grad Celsius, aber die Weite und die Farben des Wassers belohnen beim Schwimmen. Das Besondere an diesem Meer ist die hohe Jodkonzentration in der Luft. Jod ist ein wertvolles Element, das für die Gesundheit der Schilddrüse und des Atmungssystems wichtig ist und am häufigsten am Meer oder in Salz-Gradierwerken vorkommt. Die Luft an der Ostsee ist viel stärker mit Jod gesättigt als die am Mittelmeer - das spüren Sie, sobald Sie die Küste erreichen. Wandertour: Slowinzischer Nationalpark Gehzeit: ca. 4 Stunden Der Slowinzische Nationalpark ist ein ideales Ziel für einen Tagesausflug von der Kaschubei aus, kombiniert mit Sonnenbad und Besichtigung in der Umgebung. Die meisten Ausflüge zu den slowinzischen Dünen beginnen in Łeba. Von dem beliebten Sommer Seebad aus werden die Touristen mit Melexen elektrischen Kleinwägen - dorthin gebracht. Ein alternativer Ausgangspunkt für den Wanderweg ist ein ruhiger Parkplatz in dem Ort Czołpino, im zentralen Teil des Parks. Dort gibt es viel weniger Verkehr, und die Landschaft ist genauso schön wie in der Nähe von Łeba. Dort finden Sie ein charakteristisches Backsteingebäude, in dem vor langer Zeit Leuchtturmwärter wohnten. Der rote Wanderweg führt durch den Wald zur Czołpińska- Düne - nach Meinung vieler die schönste Düne des Parks. Vom Gipfel aus hat man einen weiten Blick auf das Meer, den riesigen Łebsko-See und den sandigen Küstenstreifen, der die beiden Gewässer voneinander trennt. Der Wanderweg führt von der Düne hinunter und erreicht nach etwa 1 km das Meeresufer. Von dort aus gehen Sie links den Strand entlang. Ein Zwischenstopp für ein Sonnenbad und eine kurze Schwimmeinheit ist sehr zu empfehlen! Nach etwa 2 Kilometern erreichen Sie den Anfang des blauen Wanderweges. Dann fahren Sie in Richtung Wald, zum Leuchtturm von Czołpino, der auf einem Hügel steht. Er ist der am weitesten von menschlichen Siedlungen entfernte Leuchtturm in Polen. In der Hauptsaison kann man das Gebäude von innen besichtigen und auf die Aussichtsplattform steigen. Die Rückkehr nach Czołpino erfolgt über den blauen Wanderweg. Auf dem Rückweg in die Kaschubei lohnt es sich, das alte Dorf Kluki zu besuchen, in dem sich das malerische Freilichtmuseum - das Museum des Slowinzischen Dorfes befindet. Die Slowinzen sind eine kleine ethnische Gruppe, die seit Jahrhunderten in diesem Gebiet lebt und sich hauptsächlich mit der Fischerei beschäftigt. Jahrhundertelang waren sie der Germanisierung unterworfen, und nach dem Zweiten Weltkrieg wurden sie von kommunistischen polnischen Behörden im Rahmen eines Programms zur Vereinheitlichung der ethnischen Struktur des Landes verfolgt. Die Mehrheit wanderte in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts nach Deutschland aus, und die ursprüngliche slowinizische Sprache, ein Dialekt des Kaschubischen, verschwand vollständig. Im Freilichtmuseum finden Sie schöne, mit Strohdach bedeckte Häuser der Slowinzen, die im Fachwerkstil gebaut wurden. Zwischen ihnen sind alte Fischernetze auf Holzbalken gespannt. Die Zeit im Freilichtmuseum ist völlig zum Stillstand gekommen - genau wie die Kultur des geheimnisvollen Volkes, das diese Häuser einst bewohnte. Die Website des Slowinzischen Nationalparks Berichte aus der "polnischen Sahara" in deutscher Sprache     SIEHE DIE GANZE GESCHICHTE – KASCHUBEI  

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Kaschubische Schweiz

Im Morgennebel ist die Oberfläche des Sees so glatt wie ein Tisch. Die Sonne geht mit einem Vogelgesang schnell auf und streichelt das Blau des Wassers mit ihren warmen Strahlen. Die bewaldeten Hügel ringsum duften nach Nadelbäumen und Pilzen, die Füße baumeln untätig auf der Holzplattform. Stille klingt in den Ohren. Die Reisenden nannten diesen phänomenal schönen Teil Polens früher "blaues Ländchen", aber der Name "Kaschubische Schweiz", der im 19. Jahrhundert von deutschen Touristen geprägt wurde, wurde noch populärer. Der Ostrzyckie-See, einer der größten in der Region, wurde schon mit dem Vierwaldstättersee in Luzern verglichen! Zu Recht oder zu Unrecht - denn schon bald nach Ihrer Ankunft werden Sie feststellen, dass die Kaschubei (genau wie die Schweiz) ein einzigartiger Ort ist. Mehr als 500 Seen, sanfte Hügel und riesige Felsbrocken, die auf Wiesen liegen, sind Erinnerungen an den großen Gletscher, der einst ganz Nordeuropa bedeckte. Bis zum Meer und nach Danzig sind es nur 50 Kilometer, aber die Landschaft verrät nicht die Nähe zu den weißen Ostseestränden und der großen Hafenstadt hinweg. Sie können die kaschubischen Seen und Wälder frei mit dem Kajak, Segelboot oder Fahrrad erkunden. Die Hügel sind nicht hoch, und die Straßen, obwohl sie manchmal sandig sind, schlängeln sich wunderbar durch die einsamen Wälder und Felder und bieten immer wieder atemberaubende Ausblicke. Der höchste Berg der Kaschubei und ganz Nordpolens ist Wieżyca, auf dessen Gipfel sich ein Aussichtsturm befindet. Die Verbindungen zwischen den Seen ermöglichen es wiederum, die wunderschöne 40 Kilometer lange Raduńskie-Seen-Kajakschleife durchzufahren, die hier beschrieben wird. Die Kaschubei zeichnet sich nicht nur durch ihre Landschaft aus, sondern auch durch ihre ausgeprägte regionale Kultur und die kaschubische Sprache, die das einzige Überbleibsel der von den pommerschen Slawen aus dem Ostseeraum gesprochenen Sprache ist. Obwohl sie 2005 als Regionalsprache anerkannt wurde und in 400 Schulen der Region unterrichtet wird, wird sie noch immer hauptsächlich von älteren Menschen gesprochen und steht auf der UNESCO-Liste der gefährdeten Sprachen. Die kaschubische Sprache hat vor allem dank der lutherischen Pfarrer überlebt, die es seit dem 16. Jahrhundert in der Liturgie verwenden. Den größten Schaden erlitt die Kaschubei durch die kommunistischen Behörden in Polen, die in der Regel alle Anzeichen regionaler Besonderheiten unterdrückten. Heute wird die Sprache langsam wiederbelebt. Vielerorts findet man zweisprachige Schilder mit dem charakteristischen kaschubischen Alphabet, in dem die für die Sprache typischen Laute geschrieben sind, und an den Häusern sieht man die schwarz-gelben Fahnen der Region. Charakteristisch für die Kaschubei ist die Blumenstickerei, die aus sieben Farben besteht und von Blautönen dominiert wird. Man findet es auf traditioneller kaschubischer Kleidung, in Häusern und auf Souvenirs aus der Region. Ein weiteres Erkennungszeichen dieses malerischen Landes ist der Schnupftabak - "Teufelskraut" -, der von den alten Kaschuben eifrig konsumiert wird. Neben getrocknetem Tabak enthält der kaschubische Schnupftabak auch Kaffee, Minzblätter und getrocknete Pflaumen. Die Kaschubei ist ein Land, das man in einem langsamen Rhythmus erkunden kann. Auf unserer Website finden Sie verschiedene Reiseempfehlungen, aber am besten verlassen Sie sich auf die Ratschläge der Gastgeber, bei denen Sie untergebracht sind, und vor allem auf Ihre eigenen Urlaubspräferenzen. Unabhängig von dem Wetter werden Sie sich bis ans Ende Ihres Lebens an Ihren Sommerurlaub in der Kaschubei erinnern! Die Website der Region   SIEHE DIE GANZE GESCHICHTE – KASCHUBEI    

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Natürliche Buchenwälder

Ihre Wölbungen und Äste ähneln menschlichen Augen und ihre verschlungenen Zweige und Wurzeln erinnern an die Pranken von Monstern aus Legenden und phantastischen Romanen. Die Buche, von der gerade die Rede ist, ist ein natürlicher, wildwachsender Baum im gemäßigten Klima. Zusammen mit den Tannen bildet sie den ursprünglichen Typ des Bergwaldes, der nur noch an vereinzelten Orten in Europa zu finden ist, wie zum Beispiel in den Kalkalpen (Alpy Wapienne) in Österreich oder in der Gegend um Bettlachstock bei Solura in der Schweiz. Das größte Gebiet ihrer Anhäufung liegt jedoch in den Karpaten (Karpaty), einschließlich der wilden Ecken der Niederen Beskiden (Beskid Niski) und der weiter liegenden Bieszczady in Polen. Ein Teil von ihnen steht seit 2021 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Lernen Sie die Geschichte der Wälder kennen und spüren Sie die Kraft der Natur in den Tiefen der Beskiden! Die industrielle Revolution hat einen großen Teil der natürlichen Wälder in den Alpen (Alpy), den Karpaten und den Sudeten (Sudety) vernichtet, die seit dem 19. Jahrhundert durch Massenanpflanzungen von Fichten ersetzt wurden. Diese schnell wachsenden Nadelbäume, die wir heute intuitiv mit dem Gebirge assoziieren, haben jedoch auch ihre  Schwächen. Die dicht stehenden Fichten lassen kaum Sonnenstrahlung nach unten und die Lücken zwischen den Bäumen verwandeln sich in mit Nadeln bedeckte Wüsten ohne Krautschicht. Fichten haben sich als wehrlos beim Kampf mit der heutigen Klimaerwärmung erwiesen. Sie sind durch Krankheiten und Parasiten geschwächt und werden von Stürmen umgeworfen. Beim Wandern durch die Täler der Niederen Beskiden und der Bieszczady haben Sie die Möglichkeit zu sehen, wie die Bergwälder in Europa vor Jahrhunderten aussahen. Besonders schön sind die Buchenwälder in den Beskiden im Herbst, wenn sie im wahrsten Sinne des Wortes im Gelb und Rot der von Bäumen fallenden Blätter "brennen". Die wertvollsten Gebiete mit der Anhäufung von Wäldern werden in dieser Region durch den Nationalpark Magura (Magurski Park Narodowy) und den Nationalpark Bieszczady (Bieszczadzki Park Narodowy) geschützt. In beiden Parks gibt es ein dichtes Netz von Wanderwegen, die für jeden zu Fuß und bei jeder Kondition erreichbar sind.   Website vom Nationalpark Magura Website vom Nationalpark Bieszczady   SIEHE DIE GANZE GESCHICHTE - NIEDEREN BESKIDEN  

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Schlesische Beskiden

Fichtenart, die Istebnische Fichte, ist eine interessante Kreuzung zwischen der gemeinen und der sibirischen Variante dieses Baumes. Von ihren westlichen Vettern hat sie ihre relative Sturmfestigkeit geerbt und von ihren entfernten asiatischen Verwandten ihre unglaubliche Höhe. Einige Exemplare erreichen über 50 Meter! Entdecken Sie das Rauschen der Beskidenwälder bei Ihren Wander-, Rad- oder Skitouren.   Die Gipfel der Schlesischen Beskiden sind eher bewaldet, aber wie in den gesamten polnischen Karpaten mangelt es nicht an schönen Lichtungen mit Hirtenhütten. Der höchste Berg des Gebirgszuges ist Skrzyczne, an dessen Hängen sich das Skigebiet Szczyrk befindet, und der etwas abgelegene Berg Barania Góra, an dem die Quellen der Weichsel - des größten Flusses Polens - entspringen. Die Mehrheit der durch Menschen angepflanzten Fichten in Verbindung mit der jahrhundertelangen Ausbeutung hat dazu geführt, dass der Baumbestand an manchen Stellen leider stark ausgedünnt ist, aber dank der harten Arbeit der Forstwirten entstehen hier immer mehr natürliche Laubwälder. Darunter finden Sie einen detaillierten Vorschlag für eine Wanderroute rund um Istebna. Während der 18 km langen Wanderung, für die Sie etwa 6 Stunden benötigen, lernen Sie zahlreiche lokale Attraktionen und Aussichtspunkte kennen.   SIEHE DIE GANZE GESCHICHTE – OBERSCHLESIEN

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Riesengebirge

Möchten Sie die Tundra des Yukon sehen, ohne Europa zu verlassen? Winzig im Vergleich zu den Alpen, aber seinem Namen gerecht werdend, trotzt das Riesengebirge den Gesetzen der Geographie und beweist, dass die Majestät der Berge nicht in Metern gemessen wird. Die sehr alte, aus Granit gebaute Gebirgskette an der Grenze zu Tschechien ist das erste große Hindernis für die eisigen Winde, die von der Ostsee nach Süden wehen. Dies hat zu dem rauen Klima des Riesengebirges beigetragen, das viel kälter ist als in anderen Gebirgen ähnlicher Höhe, und zur Entwicklung einzigartiger Phänomene wie feuchte Torfmoore, die die Bergkämme bedecken, oder die erstaunlichen Eisskulpturen, in die sich die Bäume in den höheren Lagen im Winter verwandeln. Auf dem Weg nach oben verschwindet der Wald schnell und macht Platz für ungewöhnliche, kältebeständige Pflanzen. In zwei Stunden Wanderzeit können Sie mehrere Vegetationsstufen durchqueren!   Der höchste Gipfel des Riesengebirges ist die Schneekoppe (poln. Śnieżka) (1602 m). Auf dem mit Gesteinsschutt bedeckten Gipfel steht eine futuristische Berghütte, die in den 1970er Jahren während der kommunistischen Ära gebaut wurde und an ein Raumschiff aus einem Jetsons-Cartoon erinnert. Die Schneekoppe ist auch der höchste tschechische Berg. Der Hauptkamm des Riesengebirges erstreckt sich von hier aus nach Westen und ist eher flach, fällt aber nach Norden und Süden hin steil ab. Das launische, oft windige Wetter macht eine gute Jacke im Rucksack unabdingbar, aber die herrliche Aussicht entschädigt alles. Auf dem Weg kann man phantasievolle Granitfelsen treffen, mit solchen Namen wie Pielgrzymy [Pilger], Owcze Skałki [Schafsfelsen], Paciorki [Perlen] oder Kotki [Kätzchen] sowie zahlreiche Berghütten, in denen man gut und preiswert essen kann. Auf dem Weg zu den Gipfeln treffen Sie auf herrliche Bergwasserfälle und Gletscherseen.  Es ist kaum verwunderlich, dass die bedrohlichen Landschaften des Riesengebirges als Kulisse für die Verfilmung der "Chroniken von Narnia" dienten - einige Szenen aus "Prinz Kaspian" wurden in der Kamieńczyk-Schlucht gedreht. Diese Berge verführen und verlocken! Trekking im Riesengebirge Abfahrten auf der Szrenica         SIEHE DIE GANZE GESCHICHTE – SUDETEN

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Isergebirge

(poln. Góry Izerskie)   Frostig, geheimnisvoll und vor allem phänomenal schön - so ist das Isergebirge. Die niedrigen (bis zu 1122 m), dicht mit Fichten bewachsenen Hügel in dem Hauptgebirgszug der Sudeten zeichnen sich durch ein einzigartiges Mikroklima aus - die Durchschnittstemperaturen im Inneren des Massivs sind paar Grad niedriger als in der gleichen Höhe, und durch eine außergewöhnliche Geschichte. In dem rostroten mineralhaltigen Wasser der Bäche kann man heute immer noch Goldpartikel finden, die wilden, windgepeitschten Felder der Iserbergweide sehen aus wie aus einem Tolkien-Roman, und in einer klaren Nacht kann man die gesamte Milchstraße und 2.000 Sterne am Himmel sehen! Außerdem gibt es in Polen kein besseres Skilanglaufgebiet. Das alte Isergebirge war früher viel höher, aber die Jahre der Verwitterung und Erosion haben ihren Teil getan. Das rohe Granitgestein ist reich an Mineralien, insbesondere an Quarz, der seit Hunderten von Jahren mit verschiedenen Methoden abgebaut wird. Der Quarz aus dem Isergebirge bildete den Ursprung für zahlreiche Glashütten, die hier einst in Massenproduktion Glas hergestellt haben. Farbiges Glas war besonders wertvoll. Die Schmelzöfen verbrauchten riesige Mengen Holz, und die ursprünglichen Wälder wurden schnell abgeholzt. Die Fichten, die an ihrer Stelle gepflanzt wurden, wuchsen zu enormer Größe heran, aber an vielen Stellen kann man noch immer Menschenhand erkennen - unnatürlich gleichmäßige Baumreihen. Ein unglaublicher Anblick! Die Entfernung von menschlichen Siedlungen führte dazu, dass die Sterne nirgendwo so hell leuchten, wie im Isergebirge. Der tschechisch-polnische Grenzpark „Park Ciemnego Nieba“ (deutsch: Park des dunklen Himmels) schützt dieses Gebiet vor Bebauung und Lichtverschmutzung. Jüngere Polen nennen diese Berge manchmal "Izerbaijan", was etwas von ihrer Exotik und Abgeschiedenheit widerspiegelt. Das Außergewöhnlichste an dem Isergebirge ist jedoch sein kühles Mikroklima. Schnee im Mai ist ganz normal, und die relativ flachen Gipfel der Berge schaffen ideale Bedingungen für den Skilanglauf.    Das Skizentrum auf der Jakuszycka-Lichtung (polnisch: Polana Jakuszycka) bietet Langlaufloipen mit einer Gesamtlänge von 100 Kilometern. Die Skisaison erreicht ihren Höhepunkt Ende Februar und Anfang März, wenn auf der Lichtung der Lauf „Bieg Piastów“ [Piastenlauf] stattfindet. Er ist einer der wenigen Massenskilangläufe, die in die Worldloppet-Serie aufgenommen wurden. Nur im Jahr 2020 gingen mehr als 5.000 Menschen an den Start des Laufs! Jakuszycka-Lichtung – Langlaufloipen mit Karte Bieg Piastów     SIEHE DIE GANZE GESCHICHTE - SUDETEN

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