Lage: Nordpolen (Pommern), westlich von Danzig (Gdańsk), mit Zugang zur Ostseeküste
Highlights: Kaschubische Schweiz rund um Karthaus (Kartuzy), Turmberg (Wieżyca, 329 m), Wdzydze-Seen, Freilichtmuseum in Wdzydze Kiszewskie, Slowinzischer Nationalpark (Słowiński Park Narodowy, UNESCO-Biosphärenreservat) mit seinen Wanderdünen, Halbinsel Hela (Hel) und Marienburg (Malbork).
Beste Reisezeit: Mai bis September; Im Frühling und Herbst zeigen sich die Ostseeküste und Dünen von ihrer entspannten Seite.
Aufenthalt: 5 bis 7 Tage
Anreise: ab Berlin ca. 5,5 Stunden mit dem Auto; vom Flughafen Danzig (Gdańsk) nach Karthaus (Kartuzy) ca. 30–40 Minuten.
Allein in der Kaschubei hinterließ die weiße Zunge des Gletschers 500 weitere solcher Wasser-Überresten. Das Wasser ist sauber, blau und im Sommer so angenehm warm, dass man es nicht verlassen möchte. Ein paar Autostunden trennen die Region Kaschubei von der Ostseeküste. Dort können Sie einen Tagesausflug in die „polnische Sahara“ machen – riesige, 40 Meter hohe Sanddünen, die sich über das Meer erheben. Im Sommer zieht die einzigartige Landschaft des Slowinzischen-Nationalparks viele Touristen an, aber wir haben einige Tipps, wie man die Menschenmenge vermeiden und die weiten Ostseestrände und die nach Nadelbäumen duftenden Wälder (fast!) in Ruhe genießen kann.
Seien wir ehrlich – die Ostsee ist kein warmes Meer, das war sie nie. Die malerischen Hügel und Seen der Kaschubischen Schweiz, eingezwängt in Senken, eignen sich hervorragend zum Radfahren – die Gegend ist voll von markierten Routen für Straßenräder und Bergfahrräder, aber am meisten Spaß macht es wohl, sich einfach treiben zu lassen – egal, welchen Weg man einschlägt, man findet immer etwas Interessantes.
Eine Besichtigung der Gegend lässt sich wunderbar mit einem Besuch des Freilichtmuseums in Wdzydze Kiszewskie verbinden. Der wunderschön im Wald gelegene Komplex besteht aus mehreren Hütten und öffentlichen Gebäuden, die Sie in die Welt der kaschubischen Kultur einführen. Diese vom Rest des Landes getrennte Gemeinschaft hat sich ihre eigene Sprache bewahrt, die vor einigen Jahren als eine Regionalsprache anerkannt und in den Schulen unterrichtet wurde. An den Ortseingängen vieler Dörfer in der Kaschubei, darunter auch Pierszczewko, stehen zweisprachige Schilder und an den Häusern hängen schwarz-gelbe Fahnen der Region.
Der Bauernhof, den Kasia und Michał gefunden haben, hat eine lange Geschichte. Das Dorf selbst ist seit 800 Jahren auf Karten verzeichnet, die historische Scheune stammt aus dem 18 Jahrhundert. Ich habe das Gefühl, dass hier früher nur glückliche Seelen gelebt haben, und das gilt auch für uns – sagt Kasia.
Mit dem Auto: Von Berlin nach Karthaus (Kartuzy) sind es rund 490 Kilometer, die Fahrzeit beträgt etwa fünfeinhalb Stunden. Von Hamburg sind es rund 750 Kilometer, die Fahrt dauert knapp acht Stunden.
Mit der Bahn: Zwischen Berlin und Danzig (Gdańsk) verkehrt der Zug „Gedania“. Die Fahrt dauert etwa fünfeinhalb bis sechs Stunden. Der EuroCity EC 231 verbindet Berlin über Posen (Poznań) und Bromberg (Bydgoszcz) mit Danzig (Gdańsk), Zoppot (Sopot) und Gdingen (Gdynia Główna). Aufgrund von Bauarbeiten kann sich der Abfahrtsbahnhof in Berlin ändern. Von Danzig aus erreicht man Karthaus (Kartuzy) mit der Regionalbahn (PKM) in etwa 45 bis 60 Minuten. Nach Marienburg (Malbork) dauert die Zugfahrt je nach Verbindung etwa 30 bis 45 Minuten. Aktuelle Fahrpläne findet man auf bahn.de, intercity.pl, pkp.pl und auf der Website der Pommerschen Metropolbahn (Pomorska Kolej Metropolitalna, PKM) – www.pkm-sa.pl
Mit dem Flugzeug: Der Flughafen Danzig (Gdańsk, GDN) liegt etwa 30 bis 40 Minuten von Karthaus (Kartuzy) und anderthalb bis zwei Stunden von Leba (Łeba) entfernt.
Von Wien – mit dem Flugzeug (3-4 Stunden) nach Gdańsk (Umsteigen in Warschau) und weiter mit dem Mietwagen (1 Stunde). Alternativ mit dem Auto – etwa 9,5 Stunden.
Von Zürich – mit dem Flugzeug (3-4 Stunden) nach Danzig (Umsteigen in Warschau) und dann mit dem Mietwagen (1 Stunde).
An der polnischen Ostsee, rund um die Kaschubei (Kaszuby), gibt es viel zu entdecken. Zwischen Leba (Łeba) und Rowe (Rowy) liegt der Slowinzische Nationalpark (Słowiński Park Narodowy) mit seinen Wanderdünen, Kiefernwäldern und Strandseen. Die rund 35 Kilometer lange Halbinsel Hela (Hel) trennt die offene Ostsee von der flachen Putziger Bucht (Zatoka Pucka). Im Hinterland der Kaschubei laden zahlreiche Seen zum Baden, Kajakfahren und Radeln ein. In der Nebensaison, vor allem im Mai, Juni und September, lassen sich die Strände oft ganz in Ruhe genießen. Auch Unterkünfte und Restaurants sind in Polen in der Regel günstiger als an der deutschen Ostseeküste.
In der Kaschubei (Kaszuby) in Nordpolen. Die Kaschubische Schweiz (Szwajcaria Kaszubska) rund um Karthaus (Kartuzy) und die Seen der Region eignen sich zum Baden, Paddeln und Radfahren. Markierte Radrouten führen durch Wälder und kaschubische Dörfer. Wegen der hügeligen Landschaft sind E-Bikes besonders für Familien eine gute Wahl. Viele Gästehäuser und Landhotels liegen direkt am See. Dazu zählt die Kania Lodge, ein Landhotel am See, das sich besonders für Familien mit Kindern eignet. Zahlreiche Gastgeber verleihen Fahrräder.
Ein Wochenplan für Familien in der Kaschubei (Kaszuby) in Polen bietet viel Abwechslung: einen Ausflug zu den Wanderdünen bei Leba (Łeba) im Slowinzischen Nationalpark (Słowiński Park Narodowy), einen Besuch des Freilichtmuseums in Wdzydze Kiszewskie mit seinen historischen kaschubischen Bauernhäusern, Baden und Kajakfahren an den Seen der Kaschubischen Schweiz (Szwajcaria Kaszubska) sowie einen Aufstieg zum Aussichtsturm auf dem Turmberg (Wieżyca, 329 m), der höchsten Erhebung der Kaschubei. Auch ein Tagesausflug nach Danzig (Gdańsk) oder zur Marienburg (Malbork) und ein Strandtag auf der Halbinsel Hela (Hel) lohnen sich. Viele Familien übernachten auf einem Bauernhof oder Gutshof im Seengebiet.
Die Wanderdünen liegen im Slowinzischen Nationalpark (Słowiński Park Narodowy) an der polnischen Ostsee. Die höchsten Dünen erreichen etwa 30 bis 40 Meter und wandern jährlich rund 3 bis 10 Meter landeinwärts. Ausgangspunkt für den Besuch ist der Parkplatz in Rąbka bei Leba (Łeba). Von dort sind es etwa fünf bis sechs Kilometer bis zu den Dünen. Zu Fuß dauert der Weg ungefähr anderthalb bis zwei Stunden, alternativ kann man mit dem Fahrrad oder – je nach Saison – mit einem Elektrobus fahren. Der Nationalpark ist frei zugänglich, für den Parkplatz in Rąbka und den Zugang zu den Dünen wird jedoch von Mai bis Ende September eine Gebühr erhoben. Am ruhigsten ist es früh am Morgen sowie im Frühling und Herbst. Mehr Info: spn.gov.pl
Ja, ein Ausflug lohnt sich. Die Marienburg (Zamek w Malborku) in Polen ist die flächenmäßig größte Burg der Welt. Die imposante Backsteinburg gehört seit 1997 zum UNESCO-Welterbe. Ab 1309 war sie Sitz des Hochmeisters des Deutschen Ordens. Marienburg (Malbork) liegt etwa 60 Kilometer südöstlich von Danzig (Gdańsk) und ist mit dem Zug je nach Verbindung in etwa 30 bis 45 Minuten erreichbar. Für die Besichtigung sollte man mindestens drei Stunden einplanen. Tickets kauft man am besten vorab online unter bilety.zamek.malbork.pl, besonders im Sommer.
Letzte Aktualisierung: Oktober 2026 · Polnisches Fremdenverkehrsamt Berlin
Kania Lodge – ein Landhotel am See im polnischen adeligen Stil, geführt von einem Neuseeländer, der in die Kaschubei verliebt ist. Gleich nebenan befindet sich ein Weinberg, der vom Gastgeber gepflegt wird. Ein guter Vorschlag für Familien mit Kindern.
Tabun – ein kleines Hotel am Gestüt, in der Nähe von Gdańsk. Die Atmosphäre des kaschubischen Dorfes vereint mit der Nähe zur Stadt.
Kalmus – Ein Traumort für einen Familienaufenthalt an der polnischen Küste abseits der Menschenmenge. In unmittelbarer Nähe befinden sich die majestätischen Dünen des Slowinzischen Nationalparks.
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