Die orthodoxe Kirche in Kwiatoń

Die orthodoxe Kirche in Kwiatoń

Die orthodoxe Kirche in Kwiatoń und der Wanderweg der Holzarchitektur

Die Holztür quietscht beim Öffnen und gibt den Blick auf einen schwach beleuchteten Innenraum voller geheimnisvoller Gemälde und betender Menschen. Im westlichen Teil Kleinpolens (Małopolska) sind es in der Regel Katholiken, aber in den Niederen Beskiden (Beskid Niski) werden Sie auch griechisch-katholischen oder orthodoxen Gottesdiensten und dem bezaubernden Gesang in der orthodoxen slawischen Sprache begegnen, der sich durch die jahrhundertealten Mauern der Kirche schallt.

Die orthodoxe Kirche in Kwiatoń

Die Holzarchitektur ist ein Schatz und eines der Symbole der Region Kleinpolen. 250 alte historische Kirchen, orthodoxe Kirchen, Herrenhäuser und Villen befinden sich auf dem Wanderweg der Holzarchitektur (Szlak Architektury Drewnianej) in Kleinpolen, die von den Behörden der Woiwodschaft mit großer Energie und Engagement entwickelt wird. Mehrere Meisterwerke der Zimmererkunst aus Kleinpolen wurden in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Eine davon ist die orthodoxe St.-Paraskewi-Kirche (Cerkiew Św. Paraskewy) in Kwiatoń, die sich in der Nähe unseres Gästehauses befindet.

Die orthodoxe Kirche in Kwiatoń
Die orthodoxe Kirche in Kwiatoń

Die bonbonfarbige, orthodoxe Kirche besteht aus drei Zwiebeltürmen, die klar und harmonisch miteinander als Ganzes verbunden sind. Die gesamte Struktur wurde aus Holz gemacht, praktisch ohne Nägel. Der Innenraum ist voll von herzgreifender Polychromie aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts und einer vergoldeten Ikonostase mit Szenen aus dem Evangelium und zahlreichen Bildern mit östlichen Heiligen. Man muss kein Gläubiger sein, um zu spüren, dass man sich an einem Ort befindet, der von außergewöhnlicher Energie erfüllt ist.

Die orthodoxe Kirche in Kwiatoń

Fast jedes Tal in den Niederen Beskiden verbirgt eine alte orthodoxe Holzkirche oder einen Ort, an dem früher eine orthodoxe Kirche stand. Neben dem Gebäude in Kwiatoń können wir die orthodoxen Kirchen in Skwirtne, Owczary, Brunary oder die ein bisschen weiter entfernte Kirche in Binarowa empfehlen, in der im Sommer das Kromer Festival für Alte Musik stattfindet. Der Besuch in den Kirchen in den Niederen Beskiden kann man ausgezeichnet mit einer Radtour verbinden. Die Hügel sind nicht hoch, die Straßen sind gut und es gibt praktisch keinen Autoverkehr.

Der örtliche Führer, Jan Hyra führt mit Leidenschaft und Erfahrung durch die Kirche in Kwiatoń. DenKontakt finden Sie unten.

Der Wanderweg der Holzarchitektur in Kleinpolen (auf Deutsch)

Beschreibung der Kirche in Kwiatoń und praktische Informationen (auf Deutsch)

 

 

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Die orthodoxe Kirche in Kwiatoń

Wanderweg der Holzarchitektur

Kwiatoń

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Nikifor – ein genialer Außenseiter

Viele Jahre lang konnten Besucher des Kurortes in Krynica auf der Hauptpromenade einen kleinen, gebeugten Mann treffen, der auf Kartons und in zerrissenen Heften malte. Da man ihn als geistig behindert betrachtete, nannte er sich Nikifor, obwohl sein richtiger Name anders war. Gegen Ende seines Lebens erobern seine Werke die Kunstgalerien in Europa und der unterschätzte Maler wird als führender Vertreter der Naiven Kunst anerkannt. Bei einem Besuch in Krynica auf dem Weg zu den Skipisten lohnt es sich, ein bescheidenes Museum zu besichtigen, das diesem bemerkenswerten Mann gewidmet ist. Sein offizieller Name war Epifaniusz Drowniak und er stammte aus einer lemkischen Familie. Sie waren griechisch-katholische oder orthodoxe Bewohner der Beskiden (Beskidy). Der stille, kleine, stotternde Mann lebte allein und in Armut und malte sein ganzes Leben lang wie besessen Ansichten von Krynica, Kurvillen, orthodoxe Holzkirchen der Region und Berglandschaften. Er hatte ein unglaubliches Gespür für Farben, das von den Malern der Gruppe des Kapismus in den 30 er Jahren des XX. Jahrhunderts erstmals geschätzt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er zusammen mit der gesamten lemkischen Gemeinde ans andere Ende des Landes vertrieben und kehrte dreimal zu Fuß nach Krynica zurück, wobei er zweimal auf dem Rückweg zurückgeschickt wurde.     Nikifor schuf im Laufe seines Lebens fast 40 tausend Werke, von denen die meisten im Bezirksmuseum in Nowy Sącz aufbewahrt werden. Gegen Ende seines Lebens wurde er dank der Bemühungen seiner Freunde aus Krakau weltweit geschätzt. Ausstellungen seiner Werke fanden in Paris, Amsterdam, Wien, Hannover, Frankfurt am Main und Baden-Baden statt. Eines seiner Werke stellt ... den Wiener Bahnhof dar. Die Lebensgeschichte des Malers wird in dem Film "Mein Nikifor" ("Mój Nikifor") aus dem Jahr 2004 erzählt, in dem die Rolle des Künstlers in phänomenaler Weise von einer Frau, der Schauspielerin Krystyna Feldman, gespielt wurde.   Mehr über Nikifor: https://culture.pl/en/artist/nikifor  Webseite des Nikifor-Museums in Krynica-Zdr ój: http://muzeum.sacz.pl/en/strony_filie/muzeum-nikifora/ 

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Natürliche Buchenwälder

Ihre Wölbungen und Äste ähneln menschlichen Augen und ihre verschlungenen Zweige und Wurzeln erinnern an die Pranken von Monstern aus Legenden und phantastischen Romanen. Die Buche, von der gerade die Rede ist, ist ein natürlicher, wildwachsender Baum im gemäßigten Klima. Zusammen mit den Tannen bildet sie den ursprünglichen Typ des Bergwaldes, der nur noch an vereinzelten Orten in Europa zu finden ist, wie zum Beispiel in den Kalkalpen (Alpy Wapienne) in Österreich oder in der Gegend um Bettlachstock bei Solura in der Schweiz. Das größte Gebiet ihrer Anhäufung liegt jedoch in den Karpaten (Karpaty), einschließlich der wilden Ecken der Niederen Beskiden (Beskid Niski) und der weiter liegenden Bieszczady in Polen. Ein Teil von ihnen steht seit 2021 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Lernen Sie die Geschichte der Wälder kennen und spüren Sie die Kraft der Natur in den Tiefen der Beskiden! Die industrielle Revolution hat einen großen Teil der natürlichen Wälder in den Alpen (Alpy), den Karpaten und den Sudeten (Sudety) vernichtet, die seit dem 19. Jahrhundert durch Massenanpflanzungen von Fichten ersetzt wurden. Diese schnell wachsenden Nadelbäume, die wir heute intuitiv mit dem Gebirge assoziieren, haben jedoch auch ihre  Schwächen. Die dicht stehenden Fichten lassen kaum Sonnenstrahlung nach unten und die Lücken zwischen den Bäumen verwandeln sich in mit Nadeln bedeckte Wüsten ohne Krautschicht. Fichten haben sich als wehrlos beim Kampf mit der heutigen Klimaerwärmung erwiesen. Sie sind durch Krankheiten und Parasiten geschwächt und werden von Stürmen umgeworfen. Beim Wandern durch die Täler der Niederen Beskiden und der Bieszczady haben Sie die Möglichkeit zu sehen, wie die Bergwälder in Europa vor Jahrhunderten aussahen. Besonders schön sind die Buchenwälder in den Beskiden im Herbst, wenn sie im wahrsten Sinne des Wortes im Gelb und Rot der von Bäumen fallenden Blätter "brennen". Die wertvollsten Gebiete mit der Anhäufung von Wäldern werden in dieser Region durch den Nationalpark Magura (Magurski Park Narodowy) und den Nationalpark Bieszczady (Bieszczadzki Park Narodowy) geschützt. In beiden Parks gibt es ein dichtes Netz von Wanderwegen, die für jeden zu Fuß und bei jeder Kondition erreichbar sind.   Website vom Nationalpark Magura Website vom Nationalpark Bieszczady   SIEHE DIE GANZE GESCHICHTE - NIEDEREN BESKIDEN  

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Reiten in Regietów

”Huzulen”  in Regietów In den wilden Bergen im südöstlichen Teil Polens hat eine Rasse von kleinen, aber äußerst robusten und kräftigen Pferden, die Huzulen genannt werden, überlebt. Obwohl sie ein wenig wie herangewachsene Esel oder Maultiere aussehen, sind sie schöne, schlaue und stolze Tiere mit einer langen und geheimnisvollen Geschichte. Bei einem Besuch des Gestüts mit Huzulen in Regietów Niżne haben Sie die Möglichkeit, sie näher kennen zu lernen.       Die Vorfahren von den Pferden der Rasse „Huzulen“ kamen wahrscheinlich mit den mongolischen und tatarischen Reitern in diesen Gebieten zusammen. Eine andere Theorie verbindet sie mit Tarpanen, einer ausgestorbenen Gattung von halbwilden Pferden, das früher in Europa lebte. Sie verdanken ihren Namen den Huzulen, den Bewohnern des ukrainischen Teils der Karpaten (Karpaty). Jahrhunderte schrecklicher Armut und sehr schwieriger klimatischer Bedingungen prägten den Charakter der Pferde, die beim Fällen von Bäumen und bei der endlosen, landwirtschaftlichen Arbeit halfen. In den kleinen Räumen der Huzulen war nicht genug Platz für Pferde, so dass die Tiere meist draußen überwinterten und nur die härtesten Fröste drinnen verbrachten. In der Folge entstand eine wirklich gesunde Musterrasse von Pferden, widerstandsfähig gegen die rauen Bergbedingungen.   Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg standen die Pferde der Rasse Huzulen fast vor dem Aussterben. Die Population wurde aus etwa einem Dutzend erhaltener Pferde im Gestüt, das sich heute in Regietów Niżne befindet, wieder aufgebaut. Heutzutage werden dort fast 300 der freundlichen Pferde gehalten. Der berühmteste Hengst war Jaśmin, ein fünffacher Goldmedaillengewinner der Nationalen Spiele, der 188 Nachkommen hinterließ! Die Besucher des Gestüts werden von seinem Denkmal begrüßt.   Das Pferd der Rasse Huzulen ist ein ausgezeichneter Begleiter auf Bergexpeditionen und ein unschätzbares Tier in der Physiotherapie. Vor Ort können Sie Ausritte rund um das Gestüt oder längere Ausflüge in die Natur buchen. Eine beliebte Unterhaltung im Winter ist eine Schlittenfahrt,    d. h. eine Fahrt mit der traditionellen Kutsche, die mit der Kultur des polnischen Adels verbunden ist. Spezielle Schlitten fahren durch die umliegenden Täler, gezogen von Pferden direkt auf dem Schnee.

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Österreichische Friedhöfe

Wussten Sie, dass die Region der Niederen Beskiden (Beskid Niski) ein Ort einer der größten Schlachten war, die Österreich während der Herrschaft der Habsburger je geführt hat? Während des Ersten Weltkriegs durchbrachen mehr als 200.000 Soldaten der österreichisch-ungarischen Monarchie eine Offensive des zaristischen Russlands. Der damals zu Österreich gehörende Teil des heutigen Polens und der Ukraine, das so genannte Galizien, wurde zum Schlachtfeld für das Überleben der österreichisch-ungarischen Monarchie. Das nicht hohe Gebirge war der perfekte Ort für den tödlichen Schlag. Wäre es den Russen gelungen, bis nach Ungarn vorzudringen, wäre das Schicksal der multikulturellen Monarchie wahrscheinlich besiegelt gewesen, und die heutige Landkarte Europas würde heute vielleicht ganz anders aussehen. Die blutigen Kämpfe dauerten vom strengen Winter 1914 bis zum Mai 1915, als die von Feldmarschall August von Mackensen geführte Armee eine entscheidende Offensive begann. In den Reihen der österreichisch-ungarischen Armee kämpften Vertreter mehrerer Nationen der Monarchie: Polen, Slowaken, Tschechen, Ungarn, Österreicher, Rumänen, Kroaten oder Juden, von denen fast 100.000 auf ewig in den Bergen blieben. Die Tragik der ganzen Geschichte besteht auch darin, dass der große Habsburgerstaat, in dem ein paar Generationen von Mitteleuropäern aufwuchsen, lediglich drei Jahre später endgültig zusammenbrach.   Eine Erinnerung an die Gorlicer Durchbruchsschlacht sind die Friedhöfe, die an verschiedenen, oft schwer zugänglichen Orten gelegen sind. Viele wurden mit Hilfe der österreichischen Regierung erneuert. Es gibt nur wenige Orte, an denen die Sinnlosigkeit des Krieges so deutlich gespürt wird wie auf einem namenlosen Friedhof, der mit einer Nummer auf einer Karte gekennzeichnet und von mehrsprachigen Tafeln mit den Namen österreichisch-ungarischer Soldaten umgeben ist. Einer der schönsten Friedhöfe ist der Friedhof mit der Nr. 60 auf dem Berggipfel Magura Małastowska, der malerisch im Wald gelegen ist. Sie finden ihn direkt an der Straße mit Serpentinen, die in diesem Abschnitt über den Pass führt. Der zweite, noch eindrucksvollere Friedhof befindet sich auf dem Berg Rotunda oberhalb des alten, verlassenen Dorfes Regietów Wyżny und ist mit der Nr. 51 gekennzeichnet. Vom Talboden aus kann man ihn innerhalb von 45 Minuten über den schwarz markierten Wanderweg erreichen.  In der Nähe vom Friedhof, auf der Magura Małostowska befindet sich die Magura-Ski-Piste und eine Berghütte, in der man essen und übernachten kann. Die kleine, abgelegene Hütte zeichnet sich durch eine originelle technische Lösung aus. Die Küche befindet sich unter dem Speisesaal im Erdgeschoss des Hauses, so dass die Mahlzeiten bestellt werden, indem man... die Gastgeber unten ruft, und das Essen dann mit einem speziellen, handbetriebenen Aufzug nach oben gebracht wird.Magura Małastowska ist ein idealer Ort für eineRadtour im Sommer oder eine Langlauftour im Winter. Von hier aus führen Wege in das bezaubernde Dorf Nowica mit seiner alten orthodoxen Kirche oder in die entgegengesetzte Richtung zu den Dörfern Banica und Wołowiec, wo der bekannte polnische Schriftsteller Andrzej Stasiuk lebt. Zusammen mit seiner Frau Monika Sznajderman führt er einen der größten Verlage Polens, den Czarne-Verlag, der sich auf Reportagen und Literatur der mitteleuropäischen Länder spezialisiert hat. Czarne veröffentlicht polnische Übersetzungen von Büchern vieler deutschsprachiger Autoren, darunter des österreichischen Journalisten und Historikers Martin Pollack.

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