Wir arbeiten aktiv mit Influencern aus Deutschland zusammen. Was haben unsere Gäste in Polen besucht und welche Eindrücke haben sie von ihren Reisen mitgenommen?

Das Riesengebirge (Karkonosze) und das Isergebirge (Góry Izerskie)

Das Riesengebirge (Karkonosze) und das Isergebirge (Góry Izerskie)

Auf einen Blick

Das Riesengebirge (polnisch Karkonosze) und das Isergebirge (Góry Izerskie) liegen im Südwesten Polens, in Niederschlesien (Dolny Śląsk) an der Grenze zu Tschechien. Auf kleinem Raum bietet die Region Gipfelwanderungen, Langlaufloipen, Thermalbäder und zahlreiche Schlösser zum Entdecken. Von Dresden aus erreicht man das Riesengebirge und das Isergebirge in etwa zweieinhalb Stunden mit dem Auto. Im Sommer laden beide Gebirge zum Wandern und Mountainbiken ein, im Winter zum Langlaufen und Skifahren. Das Isergebirge ist eine ruhige Urlaubsregion und Teil eines grenzüberschreitenden Dark-Sky-Parks.

Steckbrief

Lage: Niederschlesien (Dolny Śląsk), Südwestpolen, an der Grenze zu Tschechien (Sudeten)

Höchster Berg: Schneekoppe (Śnieżka), 1.603 m, höchster Gipfel des Riesengebirges

Beste Reisezeit: Juni bis Oktober zum Wandern und Radfahren, Dezember bis März zum Langlaufen und Skifahren, Thermen ganzjährig

Aufenthalt: 3 bis 5 Tage

Ausgangspunkt: Jelenia Góra / Cieplice (Hirschberg / Warmbrunn), Karpacz (Krummhübel), Szklarska Poręba (Schreiberhau), Świeradów-Zdrój (Bad Flinsberg)

Anreise: ab Dresden ca. 2,5 Std., ab Berlin knapp 4 Std. mit dem Auto; ab Flughafen Breslau (Wrocław) gut 2 Std.

ÜBER DIE REGION

Das Isergebirge ist eine der am wenigsten besiedelten Gegenden Europas.

Der intime, mit Fichten bewachsene Gebirgszug an der tschechischen Grenze ist von erstaunlicher Natur und unterscheidet sich deutlich vom höher gelegenen und häufiger besuchten Riesengebirge (polnisch: Karkonosze), das an einem guten Tag ebenfalls mit rauen Landschaften bezaubern kann. Die Berge sind kühlen Winden aus dem Norden ausgesetzt, was zu einem einzigartigen Mikroklima führt – die Durchschnittstemperaturen auf den Gipfeln sind um mehrere Grad niedriger als in ähnlich hohen Bergen, und die Landschaften ähneln mehr Alaska als anderen Orten in unserem Teil des Kontinents.

Der polnische und der tschechische Teil des Isergebirges sind Teil des grenzüberschreitenden Dark-Sky-Parks.

In klaren Nächten leuchten mehr als 2.000 Sterne über Ihrem Kopf. Sie werden die Milchstraße und einzelne Planeten sehen können – ohne Ihr Teleskop mitzunehmen!

Die Umgebung bietet zahllose Möglichkeiten zur aktiven Freizeitgestaltung. Man kann Dutzende von Kilometern auf Radwegen fahren, darunter auch auf den berühmten single-track-Wege. Im Winter verwandelt sich die kalte Hochebene des Isergebirges in ein Paradies für Langlaufbegeisterte. Das Skigebiet auf der Lichtung Polana Jakuszycka verfügt über fast 100 km Strecke, die durchschnittliche Schneehöhe in der Saison beträgt 1,5 Meter und starke Schneefälle im Mai sind keine Seltenheit. Wer Lust auf Skifahren hat, kann die Skigebiete in Szrenica oder in Świeradów-Zdrój ausprobieren. Die Pisten sind zwar nicht so lang wie in den Alpen, aber die Exposition der Pisten ist gut und ein Tagesausflug ist erwägenswert.

Sudeten - was kann man hier unternehmen?

Mensch und Wasser

Im Frühjahr hingegen können Sie sich im Kanufahren versuchen – der stark mäandrierende Fluss Bóbr, der sich über Dutzende von Kilometern zwischen den Hügeln schlängelt, eignet sich hervorragend für eine entspannende Rafting-Tour inmitten der Natur.

Wenn man dann noch die Möglichkeit für Entspannung und der biologischen Regeneration in den Thermalbädern in Cieplice hinzunimmt, wird der Urlaub in diesem Teil Polens zu einem wahren Genuss für den Körper.

Łukasz und Piotr Empfehlungen

Als Łukasz und Piotr sich auf die Suche nach einem Haus für eine Boutique-Pension machten, hatten sie, wie die meisten Polen und fast die ganze Welt, keine Ahnung von der Existenz des Isergebirges (polnisch: Góry Izerskie).

Das Gebäude einer alten protestantischen Schule aus dem Jahr 1913 in Kwieciszowice hat ihre Herzen erobert mit seiner Geschichte, seinen vielen originellen Elementen und seinem hektargroßen Garten mit Blick auf das Kaczawskie-Gebirge, das manchmal auch als”Land der erloschenen Vulkane” bezeichnet wird, und den Tausenden von Sternen, die nachts am Himmel funkeln. „Als wir vor fünf Jahren zum ersten Mal hierher kamen, konnten wir nicht glauben, dass es solche Orte noch gibt”, sagen sie.

 

Siehe die Geschichte von Łukasz und Piotr

Sudeten - unsere Liste

Anreise aus Deutschland

Mit dem Auto: Schreiberhau (Szklarska Poręba) liegt rund 180 Kilometer von Dresden und etwa 325 Kilometer von Berlin entfernt. Die Fahrt dauert von Dresden aus ungefähr zweieinhalb Stunden, von Berlin aus knapp vier Stunden. Wer zum Langlaufen nach Jakobsthal (Jakuszyce) fährt, kann gegen eine geringe Gebühr am Biathlonstadion parken.

Mit der Bahn: Von Berlin aus dauert die Zugfahrt nach Breslau (Wrocław) etwa dreieinhalb bis vier Stunden. Von dort geht es in rund zwei Stunden weiter nach Hirschberg (Jelenia Góra). Die letzte Etappe nach Schreiberhau (Szklarska Poręba) legt man mit dem Regionalzug oder Bus zurück. Von Dresden aus führt die Bahnverbindung über Görlitz und weiter mit polnischen Regionalzügen. Aktuelle Verbindungen und Fahrpläne findet man auf bahn.de und intercity.pl / pkp.pl wie auch kolejedolnoslaskie.pl

Mit dem Flugzeug: Der nächste größere Flughafen Breslau (WRO) liegt rund 135 Kilometer entfernt und ist in ca. zwei Stunden erreichbar.

Vor Ort: Busse verbinden Hirschberg (Jelenia Góra) mit Krummhübel (Karpacz) und Schreiberhau (Szklarska Poręba). Viele Gastgeber holen Gäste auf Anfrage vom Bahnhof ab.

Wie kommt man dorthin?

VON WIEN – MIT DEM AUTO IN CA. 5,5 STUNDEN ODER MIT DEM ZUG NACH WROCŁAW (7 STUNDEN) UND WEITER NACH SZKLARSKA PORĘBA (2,5 STUNDEN)
VON ZÜRICH – MIT DEM FLUGZEUG NACH WROCLAW (1,5 STUNDEN) UND MIT DEM MIETWAGEN ODER ZUG (2,5 STUNDEN)

Wichtig: Wenn Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen und dies bei der Buchung Ihrer Unterkunft angeben, können viele Gastgeber Sie vom Endbahnhof abholen. Es lohnt sich immer zu fragen!

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was kann man in vier Tagen im polnischen Riesengebirge (Karkonosze) und Isergebirge (Góry Izerskie) unternehmen?

Ein möglicher Plan für vier Tage in Niederschlesien im Südwesten Polens:

Tag 1: Besichtigung der Schlösser im Hirschberger Tal (Kotlina Jeleniogórska), darunter Schloss Lomnitz (Pałac Łomnica) und Schloss Schildau (Pałac Wojanów). Anschließend ein Bummel durch die Altstadt von Hirschberg (Jelenia Góra). Übernachtung in Hirschberg oder Bad Warmbrunn (Cieplice).

Tag 2: Wanderung zur Burgruine Kynast (Zamek Chojnik) und anschließend Entspannung in den Thermalbädern von Bad Warmbrunn (Termy Cieplickie).

Tag 3: Ausflug nach Schreiberhau (Szklarska Poręba) mit einem Besuch des Zackelfalls (Wodospad Kamieńczyka) und einer Wanderung in Richtung Reifträger (Szrenica).

Tag 4: Das Isergebirge lässt sich bei einer Wanderung oder Radtour rund um Karlsthal (Orle) und Jakobsthal (Jakuszyce) erkunden. Alternativ lohnt sich ein Besuch der Burg Tzschocha (Zamek Czocha).

Im Winter bieten sich statt der Ausflüge an Tag 3 und 4 Langlauftouren in Jakobsthal oder Skifahren am Reifträger (Szrenica) an.

Welches Mittelgebirge ist ideal für ein verlängertes Wanderwochenende mit Start in Dresden oder Berlin?

Neben dem Zittauer Gebirge und dem Erzgebirge kommt für ein verlängertes Wanderwochenende auch das polnische Riesengebirge infrage. Von Dresden aus ist es in etwa zweieinhalb Stunden erreichbar. Die Schneekoppe (Śnieżka, 1.603 m) ist der höchste Berg des Riesengebirges (Karkonosze) und der gesamten Sudeten. Markierte Wege führen zu Wasserfällen, Bergseen und Kammwegen mit weiten Ausblicken bis nach Böhmen. Berghütten wie die Teichbaude (Samotnia) am Kleinen Teich (Mały Staw) bei Krummhübel (Karpacz) laden zur Einkehr ein. Ruhiger ist das benachbarte Isergebirge (Góry Izerskie), das zu den dünn besiedelten Gebieten der Sudeten gehört.

Wo kann man in der Nähe von Berlin und Dresden Langlauf machen, ohne in die Alpen zu fahren?

Eines der größten Langlaufgebiete in Reichweite von Berlin und Dresden liegt im polnischen Isergebirge: die Polana Jakuszycka (Jakobsthal / Jakuszyce) bei Schreiberhau (Szklarska Poręba). Dort gibt es rund 100 Kilometer präparierte Loipen, die mit den Loipen auf der tschechischen Seite verbunden sind. Jeden Februar findet in Jakuszyce das Skilanglauf-Festival Bieg Piastów (Piastenlauf) statt. Die Saison dauert je nach Schneelage meist von Dezember bis März. Die Anreise nach Jakobsthal (Jakuszyce) dauert von Dresden aus knapp drei Stunden, von Berlin aus gut vier Stunden.

Wo lassen sich Wandern und Thermalbad in Mitteleuropa miteinander verbinden?

In Polen lässt sich diese Kombination in Hirschberg-Bad Warmbrunn (Jelenia Góra-Cieplice) am Fuß des Riesengebirges erleben. Bad Warmbrunn ist ein Kurort mit jahrhundertealter Tradition. Die Thermen (Termy Cieplickie) bieten Innen- und Außenbecken sowie Saunen. Von dort erreicht man Krummhübel (Karpacz) und den Ausgangspunkt für den Aufstieg zur Schneekoppe (Śnieżka) in etwa einer halben Stunde mit dem Auto. Außerdem laden entlang der Europäischen Schlösser- und Burgenroute mehrere sehenswerte Schlösser und Burgen zu Besichtigungen ein. In einigen kann man sogar übernachten.

Kann man im Isergebirge gut Sterne beobachten?

Ja. Das polnische und tschechische Isergebirge (Góry Izerskie) bilden gemeinsam den Izera-Dark-Sky-Park, der seit November 2009 besteht. In klaren Nächten sind dort mehr als 2.000 Sterne sichtbar, ebenso die Milchstraße. Besonders gut eignen sich Neumondnächte und Orte abseits der Dörfer, etwa Lichtungen und Hochflächen. Viele Unterkünfte am Fuß des Isergebirges liegen so abgelegen, dass man den Sternenhimmel direkt vor der Haustür beobachten kann.

Letzte Aktualisierung: Oktober 2026 · Polnisches Fremdenverkehrsamt Berlin

Wo kann man übernachten?

Kwieci – Ein Boutique-Gästehaus mit Seele am Fuße des Isergebirges. Die Besitzer, Łukasz und Piotr, sind die Helden unserer Geschichte über die Sudeten.

Pokój i Spokój – Ein rustikales Gästehaus in einem alten Steinhaus. Die Atmosphäre einer französischen Provinz inmitten von Niederschlesien.

Dolina Harmonii – Eine ruhige Pension im Wald im Öko-Stil in der Nähe der mittelalterlichen Siedlung in Kopaniec – dem Ort, an dem die auf unserer Internetseite beschriebene Jahrmarkt „Perski Izerski” stattfindet.

Czerwony Dworek – ein historisches, spätbarockes Steinhaus am Fuße des Riesengebirges, das von Herrn Maciej mit großer Leidenschaft geführt wird.

Stacja Turystyczna „Orle“ – die Zimmer im Herbergsstandard auf dem Gelände einer ehemaligen Glashütte inmitten des Isergebirges. Hier kreuzen sich die schönsten Ski- und Radrouten der Region – Sie können anreisen und sich während des gesamten Aufenthalts nicht von Ihrem Platz bewegen! Internetseite auf Polnisch.