Das Schloss in Wojanów

Das Schloss in Wojanów

Die schlesischen Schlösser an der Loire.

Eine der schönsten Attraktionen der Region Niederschlesien sind die alten, nachdeutschen Schlösser. Während der kommunistischen Zeit vernachlässigt, erlangen sie in den letzten Jahren langsam wieder ihren alten Glanz. Das Schloss in Wojanów ist ein hervorragendes Beispiel für die Wiederbelebung einer alten schlesischen Residenz. Ein kurzer Ausflug zu diesem ungewöhnlichen Ort ist nicht nur eine faszinierende Reise in die Geschichte, sondern auch eine Gelegenheit, Ihre Sinne in einem luxuriösen Spa-Komplex zu beruhigen!

Gemäß den Verträgen zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die Einwohner Niederschlesiens nach Deutschland vertrieben und das Gebiet wurde an Polen angeschlossen. Die neuen Einwohner, die aus dem zentralen Teil des Landes oder den von der Sowjetunion annektierten ehemaligen Ostprovinzen stammten, fanden sich in einem unbekannten Land wieder und lebten lange Zeit in Unsicherheit. Ist es sinnvoll, hier Wurzeln zu schlagen? Und was ist, wenn die alte Grenze eines Tages wiederhergestellt wird?

Das Schloss in Wojanów

Die Schlösser, die von ihren alten Besitzern verlassen wurden, verfielen.

In Zentralpolen warteten viele Adelssitze, die eng mit der polnischen Kultur verbunden waren, auf ihre Erneuerung, während außergewöhnliche Denkmäler im Westen des Landes lange auf ihre neue Bestimmung warteten. In den letzten Jahren hat sich die Situation jedoch völlig verändert – die heutigen Generationen entdecken Schlesien neu und bringen mit großem Aufwand viele Gebäude wieder zum Glanz. Man sollte in Erinnerung behalten, dass die Pflege eines alten Schlosses oft eine Aufgabe fürs Leben ist!

Das Schloss in Wojanów
Das Schloss in Wojanów

Die Umgebung von Jelenia Góra ist besonders reich an alten Burgen und Schlössern. Die Könige von Preußen hatten hier ihre Sitze, und der abgeschiedene Talkessel unterhalb des Riesengebirges wurde das Tal der Schlösser und Gärten genannt. Wenn Sie Schloss Wojanów besuchen, werden Sie mit eigenen Augen sehen, wie sich der Kreis der Geschichte schließt und wie die außergewöhnliche Vergangenheit die Gegenwart zum Leben erweckt. Das schöne neugotische Gebäude im Park am Teich hat im Laufe der Jahre die Besitzer gewechselt, aber den jetzigen Eigentümern hat es viel zu verdanken. Wenn Sie durch die angrenzenden Gärten spazieren, werden Sie sich wie im berühmten Land der Schlösser an der Loire fühlen – oder noch anders!

Bringen Sie auf jeden Fall ein Badetuch und Badeschlappen mit, denn das Schloss beherbergt jetzt ein luxuriöses Wellnesszentrum mit Pools, Sauna und Wellnessbereich.

Internetseite des Schlosses

Mehr über das Land der schlesischen Burgen und Schlösser

 

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Schloss Czocha

Dieser Ort ist ein ganz besonderer Vorschlag für Fans von schottischen Schlössern, Harry Potter, der Witcher-Saga, aber auch für alle, die etwas an der wahnsinnigen Fantasie von Ludwig von Bayern und seinem berühmten Schloss Neuschwanstein finden. Vor hundert Jahren wurde das alte mittelalterliche Schloss am Fuße des Riesengebirges dank der Laune eines reichen Zigarettenfabrikanten in ein düsteres neugotisches Gebäude verwandelt, das die Seiten von National Geographic nicht mehr verlässt und die Regisseure und Drehbuchautoren von Fernsehserien verführt. Es ist einen Nachmittag wert, sich dafür Zeit zu nehmen um sich selbst zu überzeugen, welche geheimen Kräfte das Schloss Czocha verbirgt. Das malerisch an einem künstlichen See gelegene Schloss wäre nur eins von vielen mittelalterlichen Festungen in Südpolen, wenn es nicht Ernst Gütschow gegeben hätte. Der geschäftstüchtige Dresdner Kaufmann kaufte 1909 das Schloss Czocha und steckte in den folgenden 10 Jahren 4 Millionen Mark in den Umbau. Unter Missachtung der ursprünglichen Konstruktion aus dem 13. Jahrhundert schufen die Konstrukteure ein düsteres steinernes Ungeheuer, das den Legenden von Dracula entspringen könnte dem man jedoch seinen Charme nicht abziehen kann. Im Schloss ging Gütschow seinen zahlreichen Leidenschaften nach: Er richtete im ehemaligen Wassergraben einen Zoo ein, und dank seiner Kontakte zu Russen, die nach der Oktoberrevolution aus dem Land geflohen waren, trug er eine große Sammlung von Souvenirs aus dem Osten zusammen, mit Krönungsinsignien der Romanow-Dynastie und 60 Zarenbüsten an der Spitze!   Nur wenige dieser Gegenstände haben die Nachkriegswirren überstanden, aber das Schloss steht noch heute und bezaubert nach wie vor mit seiner etwas gruseligen Schönheit. Einige der Räume wurden zu Hotelzimmern umgebaut, und der Innenhof wird regelmäßig für Feste und Rekonstruktionsveranstaltungen genutzt. Das Schloss war der Protagonist der ersten Verfilmung der Witcher-Buchreihe, die durch ein Computerspiel und eine Netflix-Serie bekannt wurde. Wenn Sie in der Gegend sind, sollten Sie sich unbedingt die Zeit nehmen, es zu besuchen! Die Internetseite des Schlosses (Öffnungszeiten, Preise)   SIEHE DIE GANZE GESCHICHTE – SUDETEN

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Der Herzogturm in Siedlęcin

Dieser unauffällige Ort wird nicht nur die Fantasie von Mittelalterfans anregen. In einem kleinen, von Hügeln umgebenen Dorf am träge dahinfließenden Fluss Bóbr steht eine schlichte, Steinbastei aus dem 14. Jahrhundert. Hier finden Sie die einzigen auf der Welt erhaltenen mittelalterlichen Fresken mit den Darstellungen von Sir Lancelot und Guinevere, den Protagonisten der skandalösen Liebesgeschichte aus den Legenden von König Artus. Es gibt nur wenige Gemälde aus dieser Zeit, die sich mit anderen Themen als der Bibel und dem Leben der Heiligen befassen.   Daher ist die Geschichte, die in den subtilen Pastellfresken von Siedlęcin dargestellt ist, doppelt bewegend! Der ungewöhnliche Wohnturm stand an dem Flussdurchgang. Er diente den Fürsten aus dem nahe gelegenen Jawor als Verteidigungsanlage und als Sitz am Straßenrand. Die lokalen Herrscher stammten aus der Seitenlinie der Dynastie der Piasten, die bis zum 14. Jahrhundert in Polen herrschte und im Laufe der Zeit germanisiert wurde. In späteren Jahren wurde der Turm als Speicher genutzt; heute wird er dank der Bemühungen von Geschichtsliebhabern nach und nach erneuert. Neben den Fresken mit Lancelot kann man im Inneren die originalen Holzdecken von vor 700 Jahren und ein Meisterwerk spätmittelalterlicher Zimmermannskunst bewundern - einen massiven, ohne einen einzigen Nagel gebauten Dachstuhl aus dem 16. Jahrhundert. Selbst mit Hilfe moderner Software wäre es schwierig, den Entwurf zu zeichnen! Der Turm ist Teil des Fürstlichen Sitzes in dem Bobertal [poln. Dolina Bobru]. Informationen SIEHE DIE GANZE GESCHICHTE – SUDETEN

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Friedenskirche in Świdnica

  Not macht erfinderisch - dieses internationale Sprichwort trifft perfekt auf die Beschreibung der Friedenskirche in Świdnica zu. Sie ist die größte Holzkirche Europas und steht auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Alles begann mit der strengen Politik der katholischen Habsburger aus Österreich, die im 17. Jahrhundert über Schlesien herrschten. Im Rahmen des Westfälischen Friedensschlusses wurde den örtlichen Protestanten das Recht eingeräumt, in der gesamten Region drei Kirchen zu bauen - außerhalb der Stadtmauern, ohne Türme oder Glockenturm und nur aus kurzlebigem Material: Holz, Sand, Stroh und Lehm.  Von außen ähnelt das riesige Holzfachwerkgebäude einem Gestüt oder einer Scheune, was auch den Erwartungen der Herrscher entsprach - die Friedenskirchen durften nicht wie Gotteshäuser aussehen. Hinter der unauffälligen Verpackung verbirgt sich ein ebenso ungewöhnlicher Innenraum, der wie in einem Shakespeare-Theater mit gestapelten Galerien und Balkonen gefüllt ist. Um den Bedürfnissen der Protestanten aus der ganzen Region gerecht zu werden, wurden die Friedenskirchen so konzipiert, dass sie so viele Gläubige wie möglich aufnehmen konnten. Die Kirche in Świdnica konnte bis zu 7500 von ihnen aufnehmen - natürlich lange vor den Einschränkungen durch die Pandemie! Man kann lange auf den kunstvollen Barockaltar oder die Kanzel blicken und sich überzeugen, dass sie aus Holz und nicht aus Stein gebaut sind, wie alle Barockaltäre der Welt. Absolute Sicherheit gibt erst die Umgehung der Konstruktion von hinten, wenn man ihr leeres Innere und die Metallverbindungen zwischen den Holzelementen sieht. Die Kirche von Świdnica ist besonders im Juli einen Besuch wert, wenn dort das Johann-Sebastian-Bach-Festival stattfindet. Die Veranstaltung wurde im Jahr 2000 anlässlich des 250. Todestages des Komponisten ins Leben gerufen. Die brillanten Partituren des Leipziger Meisters, zu dessen Schülern auch der Kantor der Świdnica-Kirche, Christian Gottlob Wecker, gehörte, klingen im hölzernen Innenraum der Kirche besonders schön. Die exzellente Akustik des Raumes in Verbindung mit der Teilnahme von Berühmtheiten aus der zeitgenössischen Szene der Alten Musik erzeugt einen unvergesslichen Effekt. Nach der Besichtigung lohnt es sich einen Kaffee in einer gemütlichen Kneipe zu trinken, die sich in den alten Wirtschaftsgebäuden am Eingangstor zur Kirche befindet. Die Holzböden des Gebäudes quietschen angenehm, und der Käsekuchen oder der Apfelkuchen (ein enger Verwandter des Strudels) sind unvergesslich. Die zweite Zwillingskirche des Friedens befindet sich in der Nähe, in der Stadt Jawor. Die Internetseite Die Internetseite des Bach-Festival   SIEHE DIE GANZE GESCHICHTE – SUDETEN

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Riesengebirge

Möchten Sie die Tundra des Yukon sehen, ohne Europa zu verlassen? Winzig im Vergleich zu den Alpen, aber seinem Namen gerecht werdend, trotzt das Riesengebirge den Gesetzen der Geographie und beweist, dass die Majestät der Berge nicht in Metern gemessen wird. Die sehr alte, aus Granit gebaute Gebirgskette an der Grenze zu Tschechien ist das erste große Hindernis für die eisigen Winde, die von der Ostsee nach Süden wehen. Dies hat zu dem rauen Klima des Riesengebirges beigetragen, das viel kälter ist als in anderen Gebirgen ähnlicher Höhe, und zur Entwicklung einzigartiger Phänomene wie feuchte Torfmoore, die die Bergkämme bedecken, oder die erstaunlichen Eisskulpturen, in die sich die Bäume in den höheren Lagen im Winter verwandeln. Auf dem Weg nach oben verschwindet der Wald schnell und macht Platz für ungewöhnliche, kältebeständige Pflanzen. In zwei Stunden Wanderzeit können Sie mehrere Vegetationsstufen durchqueren!   Der höchste Gipfel des Riesengebirges ist die Schneekoppe (poln. Śnieżka) (1602 m). Auf dem mit Gesteinsschutt bedeckten Gipfel steht eine futuristische Berghütte, die in den 1970er Jahren während der kommunistischen Ära gebaut wurde und an ein Raumschiff aus einem Jetsons-Cartoon erinnert. Die Schneekoppe ist auch der höchste tschechische Berg. Der Hauptkamm des Riesengebirges erstreckt sich von hier aus nach Westen und ist eher flach, fällt aber nach Norden und Süden hin steil ab. Das launische, oft windige Wetter macht eine gute Jacke im Rucksack unabdingbar, aber die herrliche Aussicht entschädigt alles. Auf dem Weg kann man phantasievolle Granitfelsen treffen, mit solchen Namen wie Pielgrzymy [Pilger], Owcze Skałki [Schafsfelsen], Paciorki [Perlen] oder Kotki [Kätzchen] sowie zahlreiche Berghütten, in denen man gut und preiswert essen kann. Auf dem Weg zu den Gipfeln treffen Sie auf herrliche Bergwasserfälle und Gletscherseen.  Es ist kaum verwunderlich, dass die bedrohlichen Landschaften des Riesengebirges als Kulisse für die Verfilmung der "Chroniken von Narnia" dienten - einige Szenen aus "Prinz Kaspian" wurden in der Kamieńczyk-Schlucht gedreht. Diese Berge verführen und verlocken! Trekking im Riesengebirge Abfahrten auf der Szrenica         SIEHE DIE GANZE GESCHICHTE – SUDETEN

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