Reiten in Regietów

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In den wilden Bergen im südöstlichen Teil Polens hat eine Rasse von kleinen, aber äußerst robusten und kräftigen Pferden, die Huzulen genannt werden, überlebt.

Obwohl sie ein wenig wie herangewachsene Esel oder Maultiere aussehen, sind sie schöne, schlaue und stolze Tiere mit einer langen und geheimnisvollen Geschichte. Bei einem Besuch des Gestüts mit Huzulen in Regietów Niżne haben Sie die Möglichkeit, sie näher kennen zu lernen.

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Die Vorfahren von den Pferden der Rasse „Huzulen“ kamen wahrscheinlich mit den mongolischen und tatarischen Reitern in diesen Gebieten zusammen.

Eine andere Theorie verbindet sie mit Tarpanen, einer ausgestorbenen Gattung von halbwilden Pferden, das früher in Europa lebte. Sie verdanken ihren Namen den Huzulen, den Bewohnern des ukrainischen Teils der Karpaten (Karpaty).

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Jahrhunderte schrecklicher Armut und sehr schwieriger klimatischer Bedingungen prägten den Charakter der Pferde, die beim Fällen von Bäumen und bei der endlosen, landwirtschaftlichen Arbeit halfen. In den kleinen Räumen der Huzulen war nicht genug Platz für Pferde, so dass die Tiere meist draußen überwinterten und nur die härtesten Fröste drinnen verbrachten. In der Folge entstand eine gesunde Musterrasse von Pferden, widerstandsfähig gegen die rauen Bergbedingungen.

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Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg standen die Pferde der Rasse Huzulen fast vor dem Aussterben. Die Population wurde aus etwa einem Dutzend erhaltener Pferde im Gestüt, das sich heute in Regietów Niżne befindet, wieder aufgebaut. Heutzutage werden dort fast 300 der freundlichen Pferde gehalten. Der berühmteste Hengst war Jaśmin, ein fünffacher Goldmedaillengewinner der Nationalen Spiele, der 188 Nachkommen hinterließ! Die Besucher des Gestüts werden von seinem Denkmal begrüßt.

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Das Pferd der Rasse Huzulen ist ein ausgezeichneter Begleiter auf Bergexpeditionen und ein unschätzbares Tier in der Physiotherapie. Vor Ort können Sie Ausritte rund um das Gestüt oder längere Ausflüge in die Natur buchen. Eine beliebte Unterhaltung im Winter ist eine Schlittenfahrt. eine Fahrt mit der traditionellen Kutsche, die mit der Kultur des polnischen Adels verbunden ist. Spezielle Schlitten fahren durch die umliegenden Täler, gezogen von Pferden direkt auf dem Schnee.

 

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Regietów

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Chassidim aus Bobowa

Die jüdische Kultur hatte einen großen Einfluss auf die polnische Identität. Vor dem Zweiten Weltkrieg machten die Juden 10 % der Bevölkerung des Landes aus und waren in verschiedene Gruppen unterteilt. Eine der originellsten Gruppen war die mystische chassidische Bewegung, die im 17. Jahrhundert in Polen in der düsteren Atmosphäre der Kriege entstand, die im Land damals stattfanden. Die Chassidim haben ihre Lehren dank der Tätigkeit des Wanderpredigers Israel Ben Eliezer (Baal Shem Tov) begonnen. Sie predigten die Notwendigkeit, die strengen Regeln des traditionellen Judentums zu vereinfachen. Sie streben nach direktem Kontakt mit Gott und lieben das Tanzen und Singen am meisten auf der Welt. Die Bewegung wurde besonders populär in Galizien, einer ehemaligen Provinz der österreichisch-ungarischen Monarchie, wo sich enge Gemeinschaften um charismatische Zaddikim bildeten. Der vielleicht bekannteste Zaddik war Elimenech aus der Stadt Leżajsk in Ostpolen. Die Stadt Bobowa wurde dank der Tätigkeit des Zaddiks Shlomo Halberstam zu einem heiligen Ort des Chassidismus. Chassidim aus Bobowa (Bobower Chassidim) leben bis heute in nordamerikanischen Städten. Jedes Jahr Anfang Juli strömen sie in die örtliche Synagoge, um ihrem geistigen Führer zu gedenken. Das genaue Datum der Jahrzeit, des Geburtstags vom Zaddik, richtet sich nach dem hebräischen Kalender, aber fällt normalerweise in die erste Juliwoche. Die historische Synagoge in Bobowa füllt sich mit Liedern und Gebeten frommer Chassidim aus aller Welt. Im Grab des Zaddiks hinterlassen sie “kwitełe“ - Zettelchen mit Wünschen. Die Synagoge in Bobowa kann man das ganze Jahr über besuchen. Den Schlüssel zum Gebäude erhalten Sie... im benachbarten Friseursalon (Grunwaldzka-Straße 2). Der Innenraum begeistert mit teilweise erhaltenen Polychromien und einem reich verzierten Toraschrein (aron ha-kodesh). Bobowa liegt an der Route zu den Beskiden und es lohnt sich, eine Stunde Zeit zu widmen, um diesen einzigartigen Ort polnisch-jüdischer Kultur zu besuchen, der auch heute noch lebendig ist. SIEHE DIE GANZE GESCHICHTE – NIEDEREN BESKIDEN  

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Die orthodoxe Kirche in Kwiatoń

Die orthodoxe Kirche in Kwiatoń und der Wanderweg der Holzarchitektur Die Holztür quietscht beim Öffnen und gibt den Blick auf einen schwach beleuchteten Innenraum voller geheimnisvoller Gemälde und betender Menschen frei. Im westlichen Teil Kleinpolens (Małopolska) sind es in der Regel Katholiken, aber in den Niederen Beskiden (Beskid Niski) werden Sie auch griechisch-katholischen oder orthodoxen Gottesdiensten und dem bezaubernden Gesang in der orthodoxen slawischen Sprache begegnen, der sich durch die jahrhundertealten Mauern der Kirche hallt.     Die Holzarchitektur ist ein Schatz und eines der Symbole der Region Kleinpolen. 250 alte historische Kirchen, orthodoxe Kirchen, Herrenhäuser und Villen befinden sich auf dem Wanderweg der Holzarchitektur (Szlak Architektury Drewnianej) in Kleinpolen, die von den Behörden der Woiwodschaft mit großer Energie und Engagement entwickelt wird. Mehrere Meisterwerke der Zimmererkunst aus Kleinpolen wurden in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Eine davon ist die orthodoxe St.-Paraskewi-Kirche (Cerkiew Św. Paraskewy) in Kwiatoń, die sich in der Nähe unseres Gästehauses befindet. Die bonbonfarbige, orthodoxe Kirche besteht aus drei Zwiebeltürmen, die klar und harmonisch miteinander als Ganzes verbunden sind. Die gesamte Struktur wurde aus Holz gemacht, praktisch ohne Nägel. Der Innenraum ist voll von herzgreifender Polychromie aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts und einer vergoldeten Ikonostase mit Szenen aus dem Evangelium und zahlreichen Bildern mit östlichen Heiligen. Man muss kein Gläubiger sein, um zu spüren, dass man sich an einem Ort befindet, der von außergewöhnlicher Energie erfüllt ist. Fast jedes Tal in den Niederen Beskiden verbirgt eine alte orthodoxe Holzkirche oder einen Ort, an dem früher eine orthodoxe Kirche stand. Neben dem Gebäude in Kwiatoń können wir die orthodoxen Kirchen in Skwirtne, Owczary, Brunary oder die ein bisschen weiter entfernte Kirche in Binarowa empfehlen, in der im Sommer das Kromer Festival für die Alte Musik stattfindet. Der Besuch in den Kirchen in den Niederen Beskiden kann man ausgezeichnet mit einer Radtour verbinden. Die Hügel sind nicht hoch, die Straßen sind gut und es gibt praktisch keinen Autoverkehr. Der örtliche Führer, Jan Hyra führt mit Leidenschaft und Erfahrung durch die Kirche in Kwiatoń. Den richtigen Kontakt finden Sie unten.    Der Wanderweg der Holzarchitektur in Kleinpolen (auf Deutsch) Beschreibung der Kirche in Kwiatoń und praktische Informationen (auf Deutsch)   SIEHE DIE GANZE GESCHICHTE – NIEDEREN BESKIDEN

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Österreichische Friedhöfe

Wussten Sie, dass die Region der Niederen Beskiden (Beskid Niski) ein Ort einer der größten Schlachten war, die Österreich während der Herrschaft der Habsburger je geführt hat? Während des Ersten Weltkriegs durchbrachen mehr als 200.000 Soldaten der österreichisch-ungarischen Monarchie eine Offensive des zaristischen Russlands. Der damals zu Österreich gehörende Teil des heutigen Polens und der Ukraine, das so genannte Galizien, wurde zum Schlachtfeld für das Überleben der österreichisch-ungarischen Monarchie. Das nicht hohe Gebirge war der perfekte Ort für den tödlichen Schlag. Wäre es den Russen gelungen, bis nach Ungarn vorzudringen, wäre das Schicksal der multikulturellen Monarchie wahrscheinlich besiegelt gewesen, und die heutige Landkarte Europas würde heute vielleicht ganz anders aussehen. Die blutigen Kämpfe dauerten vom strengen Winter 1914 bis zum Mai 1915, als die von Feldmarschall August von Mackensen geführte Armee eine entscheidende Offensive begann. In den Reihen der österreichisch-ungarischen Armee kämpften Vertreter mehrerer Nationen der Monarchie: Polen, Slowaken, Tschechen, Ungarn, Österreicher, Rumänen, Kroaten oder Juden, von denen fast 100.000 auf ewig in den Bergen blieben. Die Tragik der ganzen Geschichte besteht auch darin, dass der große Habsburgerstaat, in dem ein paar Generationen von Mitteleuropäern aufwuchsen, lediglich drei Jahre später endgültig zusammenbrach.   Eine Erinnerung an die Gorlicer Durchbruchsschlacht sind die Friedhöfe, die an verschiedenen, oft schwer zugänglichen Orten gelegen sind. Viele wurden mit Hilfe der österreichischen Regierung erneuert. Es gibt nur wenige Orte, an denen die Sinnlosigkeit des Krieges so deutlich gespürt wird wie auf einem namenlosen Friedhof, der mit einer Nummer auf einer Karte gekennzeichnet und von mehrsprachigen Tafeln mit den Namen österreichisch-ungarischer Soldaten umgeben ist. Einer der schönsten Friedhöfe ist der Friedhof mit der Nr. 60 auf dem Berggipfel Magura Małastowska, der malerisch im Wald gelegen ist. Sie finden ihn direkt an der Straße mit Serpentinen, die in diesem Abschnitt über den Pass führt. Der zweite, noch eindrucksvollere Friedhof befindet sich auf dem Berg Rotunda oberhalb des alten, verlassenen Dorfes Regietów Wyżny und ist mit der Nr. 51 gekennzeichnet. Vom Talboden aus kann man ihn innerhalb von 45 Minuten über den schwarz markierten Wanderweg erreichen.  In der Nähe vom Friedhof, auf der Magura Małostowska befindet sich die Magura-Ski-Piste und eine Berghütte, in der man essen und übernachten kann. Die kleine, abgelegene Hütte zeichnet sich durch eine originelle technische Lösung aus. Die Küche befindet sich unter dem Speisesaal im Erdgeschoss des Hauses, so dass die Mahlzeiten bestellt werden, indem man... die Gastgeber unten ruft, und das Essen dann mit einem speziellen, handbetriebenen Aufzug nach oben gebracht wird.Magura Małastowska ist ein idealer Ort für eineRadtour im Sommer oder eine Langlauftour im Winter. Von hier aus führen Wege in das bezaubernde Dorf Nowica mit seiner alten orthodoxen Kirche oder in die entgegengesetzte Richtung zu den Dörfern Banica und Wołowiec, wo der bekannte polnische Schriftsteller Andrzej Stasiuk lebt. Zusammen mit seiner Frau Monika Sznajderman führt er einen der größten Verlage Polens, den Czarne-Verlag, der sich auf Reportagen und Literatur der mitteleuropäischen Länder spezialisiert hat. Czarne veröffentlicht polnische Übersetzungen von Büchern vieler deutschsprachiger Autoren, darunter des österreichischen Journalisten und Historikers Martin Pollack.

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Zu Ihrer Entspannung – Wysowa-Zdrój

Nach einem Tag auf dem Fahrrad oder beim Skifahren können Sie das kleine, ruhige Dorf Wysowa-Zdrój besuchen. Dort finden Sie einen gemütlicher Kurort mit einem Komplex der Schwimmbäder und mit einem Spa-Bereich, in denen Sie sich nach Ihrer körperlichen Anstrengung erholen können.  Im Zentrum des Dorfes befindet sich ein großer Kurpark. An mehreren Stellen im Park findet man Quellen mit Heilwasser, das einen Geschmack von Eisen und Schwefel hat. Sie können das Wasser auch in einer kleinen Trinkhalle aus Holz probieren, die sorgfältig nach Fotos der ursprünglichen originalen Konstruktion, die früher vom Feuer zerstört wurde, rekonstruiert wurde. Weiter oben, im Gebäude des Biawena-Sanatoriums, das in der Zeit des Kommunismus gebaut wurde, befindet sich ein Spa-Komplex. Alles ist klein und an die Bedürfnisse der Menschen angepasst, und mitten in der Saison gibt es keine Menschenmassen.   Am Straßenrand gibt es ein paar traditionelle Tavernen, in denen man die lokalen Spezialitäten von Lemken probieren kann: “Kisełycia“, also dicke Hafersuppe mit Kartoffeln, “Hałuszki“, also kleine Kartoffelknödel mit Schafskäse oder leckere Maultaschen. Wenn Sie Zeit haben und das Wetter gut ist, sollen Sie unbedingt auch eine Wanderung auf den Berg Jawor machen. Für die einheimischen Lemken ist er ein heiliger Ort. Unter dem Gipfel befindet sich ein kleines Heiligtum aus Holz, das an einer Stelle gebaut wurde, an der vermutlich die Mutter Gottes einer der Bewohnerinnen aus Wysowa erschien. Ein Spaziergang zum Gipfel dauert circa eine Stunde in eine Richtung. Der rot markierte Wanderweg beginnt an der orthodoxen Kirche im Zentrum. Einige hundert Meter hinter dem Heiligtum eröffnet sich ein schöner Blick auf das Dorf Cigelka auf der slowakischen Seite der Grenze. Weitere Kurorte in der Region sind Krynica-Zdrój und Bardejovské Kúpele (Bardiowskie Kupele) in der Slowakei. Krynica ist bekannt für seine Skipisten und die Person des Malers naiver Bilder Nikifor. Der Ruhm von Bardejovské Kúpele zu Zeiten der österreichisch-ungarischen Monarchie war so groß, dass sich selbst Kaiserin Sissi hier erholte. Jedes Tal in den Niederen Beskiden hat etwas Interessantes zu erzählen!   Website des Kurorts Wysowa (auf Deutsch): https://www.uzdrowisko-wysowa.pl/ 

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