Die Schweizer aus Suwalken

Die Schweizer aus Suwalken
Eine Geschichte über das Leben in der Natur und die Leidenschaft für Käse.

Thomas und Claudia sind ein Ehepaar aus Zürich, das sein stabiles Leben in der Schweiz verlassen hat, um eine experimentelle Gemeinschaft im Nordosten Polens zu gründen. Da sie verliebt in die einheimischen Hügel und Seen waren, gründeten sie den fast autarken Bauernhof Realearth (Gospodarstwo Realearth), wo sie ihren eigenen Käse produzieren. Diese Käsesorten sind so lecker, dass sich in der Hochsaison lange Schlangen bilden, um sie zu kaufen! Man kann auch dort für einen Aufenthalt bleiben und ein paar Tage in einer der schönsten Ecken des Landes verbringen.

Die Schweizer aus Suwalken

Thomas und Claudia sind schon lange der Meinung, dass sich die Welt in die falsche Richtung entwickelt. Sie ließen sich von den düsteren Prophezeiungen von  Hopi-Indianern leiten, aber auch von ihrem eigenen Wunsch, zur Natur zurückzukehren. Sie haben demnach entschieden, Anfang der 90-er Jahre in ein Tipi-Zelt bei Zürich zu ziehen. Ihr unkonventioneller Lebensstil brachte ihnen Ärger mit der Schweizer Verwaltung ein und zwang sie, das Land zu verlassen.  Auf einem Treffen von Menschen, die sich für ein Leben in einer Gemeinschaft interessierten, hörten sie von Nordostpolen. Einem Ratschlag folgend, kamen sie nach Polen, verliebten sich und beschlossen zu bleiben.

 

Die Schweizer aus Suwalken
Die Schweizer aus Suwalken

Die Käsesorten aus dem Bauernhof von Thomas und Claudia unterteilen sich in frische, Köstlichkeiten von Ziegen und Kühen, die hauptsächlich im Sommer produziert werden, und in Hart- oder Halbhartkäse, die eine längere Reifung benötigen und das ganze Jahr über verkauft werden. Die Tiere werden zweimal am Tag von Hand gemolken. Der Bauernhof befindet sich in Bachanowo, am südlichen Ende des wunderschönen Hańcza-Sees (Jezioro Hańcza), dem tiefsten See Polens. Wenn Sie im Dorf sind, fragen Sie einfach nach den einheimischen Schweizern. Sie werden sie sicher finden!

Webseite des Bauernhofs Realearth Lifemovement Farm

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Bauernhof Realearth (Gospodarstwo Realearth)

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Polnische Amish – Altgläubige

Im hohen Norden Polens gibt es ein paar abgelegene Dörfer, in denen die Zeit nicht stehen geblieben ist, sondern weit zurückliegt. Ihre Bewohner - die Altgläubigen - sind religiöse Flüchtlinge aus Russland, die sich zu einer bestimmten Variante der Orthodoxie bekennen. Bärtige Männer und kopftuchtragende Frauen mieden die Annehmlichkeiten der Zivilisation und lebten in kleinen, engen Gemeinschaften. Heute gibt es nur noch sehr wenige "polnische Amische", und die Dörfer scheinen ausgestorben zu sein, aber es mangelt nicht an Menschen, die die Erinnerung an ihre Traditionen pflegen.   Die Altgläubigen sind ein Zweig der orthodoxen Kirche, der die Reformen des Patriarchen Nikon im 17. Jahrhundert nicht angenommen hat. Auf der Flucht vor der Verfolgung in Russland fanden sie Asyl in Polen, das damals für seine religiöse Toleranz bekannt war. Sie gründeten mehrere abgelegene Dörfer in der reizvollen, wilden Gegend um die Stadt Suwalki und bauten einfache Holzhütten. Neben jedem von ihnen bauten sie eine russische Bania - eine russische Variante einer holzbefeuerten Dampfsauna , die sie jeden Samstag rituell benutzten, um die Sorgen der ganzen Woche hinter sich zu lassen. Ihr Leben war voller Arbeit, und sie glaubten, dass Müßiggang und Bewegungsmangel ein Zustand sei, in dem dunkle, teuflische Mächte in den Menschen eindringen würden. Die Geschichte der Altgläubigen inspirierte Olga Tokarczuk - die polnische Nobelpreisträgerin 2018 - zu ihrem Roman "Bieguni" (Unrast), für den sie den renommierten International Booker Prize erhielt.        Im malerischen Ort Wodziłki - einem der von den "Poleis" gegründeten Dörfer - können Sie eine alte historische Molenna besichtigen. So nennen die Altgläubigen ihre Tempel - einfache, in der Regel hölzerne Bauwerke ohne Glockenturm, viel bescheidener als eine typische orthodoxe Kirche. Wodziłki ist ein idealer Ort für einen Fahrradausflug - die hügelige Umgebung ist reich an landschaftlich reizvollen Wegen, die sich hervorragend für Mountainbikes eignen.     Das zweite Dorf der Altgläubigen heißt Buda Ruska und liegt an der Czarna Hancza, so dass Sie es bei einer Kajakfahrt auf diesem wilden Fluss besuchen können. Unter der Hausnummer 16 befindet sich ein wunderschönes, blau gemustertes Haus der Altgläubigen, in dem es heute ein Café und eine Galerie gibt, die von Piotr Malczewski, einem Reisenden und Ethnographen, der die Gegend liebt, betrieben wird. Gegen eine geringe Gebühr können Sie die Galerie auf dem Dachboden der Scheune besichtigen, wo der Gastgeber zahlreiche Souvenirs von seinen Reisen in die Mongolei gesammelt hat. Im Sommer findet im Hinterhof des Bauernhofs ein kleines Literaturfestival mit dem Titel "Der Blick nach Osten" statt.   SIEHE DIE GANZE GESCHICHTE – PODLACHIEN    

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Auf dem Pferd durch den Urwald Augustów

Sie werden nicht glauben, dass es mitten in Europa Reitwege gibt, auf denen Sie den Wald einen ganzen Tag lang nicht verlassen und sich an speziellen Rastplätzen mit Tränkebecken und Feuerstellen erholen und sich vor dem Regen schützen können. Dies ist nicht der Wilde Westen. Das ist Ostpolen! Im riesigen Waldkomplex des Urwalds Augustów (Puszcza Augustowska) im Norden der Woiwodschaft Podlachien wurde dank der Bemühungen der örtlichen Förstwirten ein Netz von Reitwegen abgesteckt, das durch die interessantesten und einsamsten Teile des Waldes führt. Eine Verlängerung des Weges führt in die benachbarte Region Masuren (Mazury), so dass sich eine beeindruckende Strecke von rund 400 Kilometern ergibt! Der Weg ist deutlich mit charakteristischen grünen Fähnchen markiert und eignet sich sowohl für einen eintägigen Ausflug als auch für längere Wanderungen. In der Nähe der Stadt Augustów und des Sees Wigry gibt es eine Reihe von Gestüten. Dort kann man einen Termin vereinbaren, um Ausritte zu unternehmen und die schönen Wälder dieses Teils Polens auf dem Rücken der Pferde erkunden. Mehr Informationen   SIEHE DIE GANZE GESCHICHTE – PODLACHIEN  

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Kajakfahren auf dem Fluss Czarna Hańcza

Dieser Fluss hat für Liebhaber des Kajakfahrens in Polen dieselbe Bedeutung wie die Gegend um Zermatt für Hobbywanderer in der Schweiz. Der wechselvolle, wunderschön mäandrierende, völlig wilde Fluss entspringt dem tiefsten gleichnamigen See Polens. Er durchquert zunächst idyllische, hügelige Felder mit postglazialen Felsblöcken, den riesigen, vom Nationalpark umgebenen See Wigry und fließt dann am Ende in die Wälder des Urwaldes Augustów (Puszcza Augustowska).     Die lange Strecke des Flusses ist technisch nicht schwierig und fließt sanft in der Ferne von Dörfern und menschlichen Siedlungen, was lange Momente der Entspannung ohne allzu anstrengendes Paddeln ermöglicht. Auf der Strecke finden Sie abgelegene Lichtungen, die ideal sind, um ein Zelt aufzuschlagen und lange Gespräche am Lagerfeuer zu führen. Was könnte man sich sonst noch wünschen? Die Strecken für Kajakfahrten auf dem Fluss Czarna Hańcza unterscheiden sich voneinander in der Länge. Sie können diese Strecke wählen, die an Ihre eigenen Fähigkeiten angepasst ist. Das Paddeln in einem Zweierkajak oder einem breiten, offenen Kanadier ist auf lange Sicht eine solide Übung für die Arme. Wenn Sie also keine Erfahrung im Kajakfahren haben, sollten Sie Ihr Abenteuer mit einer ein- oder zweitägigen Tour beginnen. Wenn Sie eine Tour in einem der Zentren buchen, vereinbaren Sie einen Termin, um an einem bestimmten Ort am Ende der Strecke abgeholt zu werden. Von diesem Ort aus werden Sie und Ihr Kajak zum Ausgangspunkt zurückgebracht.   Der bei Kajakfahrern beliebteste Flussabschnitt beginnt am See Wigry, über dem sich ein historisches Kloster aus dem 17. Jahrhundert befindet. Der monumentale, rosa und weiß opalisierende Komplex liegt auf einer Halbinsel, die in den See hineinragt. Das ist das Kamaldulenserkloster.   Sie sind Mönche, die eine äußerst strenge Regel einhalten. Die Kamaldulenser lebten allein in Einsiedeleien und widmeten ihr Leben dem Gebet und dem Anbau von Gemüsegärten. Vor fast 200 Jahren wurden die Mönche von den damaligen russischen Behörden nach Warschau verlegt, aber der Geist des Ortes blieb erhalten. Zu Beginn der Strecke fließt der Fluss durch offenes Gebiet, zwischen Schilf und sanften Hügeln. Nach einigen Kilometern lohnt es sich, eine kurze Pause in Buda Ruska zu machen, einem der ehemaligen Dörfer der Altgläubigen. Die Vertreter der Gruppe innerhalb der orthodoxen Kirche mit strengen Ansichten flohen im 17. Jahrhundert vor der Verfolgung in Russland und werden "polnische Amische" genannt. Die Gemeinschaft und die Traditionen der Altgläubigen sind bis heute praktisch verschwunden, aber im Dorf gibt es einige traditionelle Hütten mit charakteristischen Banjas - einer Art der Dampfsauna. Unter der Hausnummer 16 befinden sich eine Galerie und ein Café, die von einem leidenschaftlichen Kulturliebhaber, Piotr Malczewski, geleitet sind.   In einem weiteren Abschnitt  der Strecke schlängelt sich der Fluss stark zwischen dem Schilf. Das Gelände wird flach, wenn der Fluss in den riesigen Waldkomplex des Urwalds Augustów einfließt. Er ist einer der drei größten Wälder in Podlasie, der von zahlreichen Wölfen, Elchen, Hirschen, Rehen und Bibern bewohnt ist und dessen Fläche der des Schweizer Kantons Fribourg entspricht. Am besten ist es, die Fahrt in Rygol zu beenden, wo der Fluss in den Augustów-Kanal (Kanał Augustowski) mündet. Der 100 Kilometer lange Kanal, der die Einzugsgebiete von Weichsel (Wisła) und Niemen verbindet, wurde im 19. Jahrhundert gebaut, um Getreide zu transportieren und die hohen Zölle im preußisch kontrollierten Danzig zu umgehen. Die Wasserstraße mit ihren mehreren Schleusen ist ein ein einzigartiges technisches Denkmal. Wenn Sie genug Zeit haben, können Sie auf dem Wildfluss Biebrza bis zum Vogelreich paddeln!An Häfen für Kajaks in Wigry und Czerwony Folwark finden Sie Angebote für die Rafting-Touren. SIEHE DIE GANZE GESCHICHTE – PODLACHIEN

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Green Velo

Das grüne Rückgrat von Podlasie. Radfahren ist zweifellos die beste Art, Podlasie kennen zu lernen. Die schönsten Teile der Region werden vom Fernradweg Green Velo (Wschodni Szlak Rowerowy) durchquert, einer gut ausgeschilderten, asphaltierten Route mit kompletter Fahrradinfrastruktur, die in gemeinsamer Anstrengung der östlichen Regionen Polens mit Unterstützung der EU geschaffen wurde. Green Velo ist das fortschrittlichste Fahrradprojekt in Polen. Die Route ist mit den charakteristischen orangefarbenen Schildern gekennzeichnet und führt über 2.000 Kilometer durch 6 Woiwodschaften Ostpolens. Entlang des Weges sind mehr als 200 Plätze zur Erholung mit Überdachung und Informationstafeln entstanden.     In Podlasie können Sie mit Hilfe von Green Velo die schönsten Orte der Region besuchen: den Urwald Białowieża (Puszcza Białowieska), die Sümpfe an dem Fluss Biebrza, den Urwald Augustów (Puszcza Augustowska), den See Wigry oder die postglaziale Hügellandschaft um Suwałki. Speziell für Sie haben wir zwei Streckenabschnitte für eintägige Exkursionen ausgewählt!   Route Nr. I. Rund um den Nationalpark Biebrza (Biebrzański Park Narodowy) Die Strecke mit der Länge von circa 44 Kilometer führt durch die schönsten Naturgebiete der Sümpfe am Fluss Biebrza. 90% Prozent der Strecke sind asphaltiert, der Rest sind bequeme, sandige Waldwege. Unterwegs sehen Sie die russische Festung aus dem 19. Jahrhundert in Osowiec, die abgelegenen Dörfer Barwik und Gugny. Von diesen Dörfern aus erreichen Sie den spektakulären Sumpf “Ławki“ mit seinem Aussichtsturm und das Dorf Trzciany mit seiner historischen Kirche und dem jüdischen Friedhof. Nahe Begegnungen mit Elchen sind hier durchaus möglich! Länge: 44 km Fahrzeit: ca. 4,5 Stunden Schwierigkeitsgrad: mäßig schwierig Weitere Informationen   Route Nr. II. Mit dem Fahrrad um den See Wigry Die Route umrundet den wilden, postglazialen See Wigry im nördlichen Teil der Woiwodschaft und liegt im Nationalpark. Das Symbol dieses Ortes ist der Biber. Die Spuren dieses Tieres werden Sie ständig auf Ihrem Weg begleiten. Außerdem können Sie ein paar Aussichtstürme mit einer wunderbaren Geländeaussicht besteigen, Waldstege und Brücken überqueren und das historische Kamaldulenserkloster auf einer malerischen Halbinsel im Wigry besichtigen. Etwa die Hälfte der Strecke verläuft durch Waldwege und –pfade. An einigen Stellen muss man vom Sattel absteigen und das Rad tragen. Am besten nimmt man ein Mountainbike für die Strecke mit. Länge: 48 km Fahrzeit: etwa 5 Stunden Schwierigkeitsgrad: mittelschwer Weitere Informationen Mehr über Green Velo   SIEHE DIE GANZE GESCHICHTE – PODLACHIEN  

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