Skilanglauf in den Beskiden

Skilanglauf in den Beskiden

Der beißende Frost vor dem Haus und der weiße Pulverschnee auf den Feldern sind die besten Zeichen, um die Langlaufski anzuziehen.

Die niedrigen Hügel und die einsamen Täler der Niederen Beskiden (Beskid Niski) sind für diesen Sport mehr als geeignet. Die Wege sind nicht anstrengend und der Kontakt mit der Natur ist hervorragend. Wir laden Sie zu einem Ausflug in die Dörfer Banica und Krzywe ein!

Skilanglauf in den Beskiden

In der Mitte des kleinen Dorfes Banica befindet sich ein gemütliches Gästehaus mit Skiverleih.

Die Wanderwege sind gut gepflegt und erstrecken sich über das gesamte Gebiet. Vor dem Skiverleih finden Sie eine Umgebungskarte mit den eingezeichneten Wanderwegen. Von dort aus kann man zum historischen österreichischen Friedhof auf dem Gipfel Magura Małastowska oder in die andere Richtung zum Dorf Wołowiec fahren.

Skilanglauf in den Beskiden
Skilanglauf in den Beskiden

Mit Langlaufski: nach Wołowiec und zurück

Länge der Strecke: circa 15 km

Gehzeit: 3-4 Stunden

Schwierigkeitsgrad: leicht

Vom Gasthaus Banica aus folgt man dem grün markierten Wanderweg in Richtung des Dorfes Wołowiec. Der Weg verlässt schnell die Felder und tritt in den Wald ein, der von den Einheimischen „Kanada” genannt wird, wahrscheinlich wegen der für diese Gegend unerwarteten Ansammlung von Fichten. Nach etwa 4 Kilometern erreicht der Weg das Dorf Wołowiec, in dem sich eine orthodoxe Holzkirche aus dem 18.  Jahrhundert befindet. In dem Dorf lebt Andrzej Stasiuk, ein anerkannter polnischer Schriftsteller. Zusammen mit seiner Frau Monika Sznajderman leitet er den führenden polnischen Verlag Czarne, der sich auf Reportagen und Literatur aus Mitteleuropa spezialisiert. Einer der Autoren, die der Verlag veröffentlicht, ist der österreichische Historiker und Journalist Martin Pollack.

Skilanglauf in den Beskiden

Nach Wołowiec biegt der grün markierte Weg rechts von der Straße ab und führt bergauf. Nach einem eher monotonen, aber nicht steilen Anstieg folgt ein angenehmer Abstieg in Richtung der Dörfer Czarna und Jasionka. Der Weg ist etwa 2 km lang blau markiert. Die Rückkehr nach Banica erfolgt über den grün markierten Weg von Jasionka aus.

 

SIEHE DIE GANZE GESCHICHTE – NIEDEREN BESKIDEN

Skilanglauf in den Beskiden

Banica

Skilanglauf in den Beskiden

SIEHE ANDERE ATTRAKTIONEN IN DER GLEICHEN KATEGORIE

Skiabfahrtslauf – Krynica und Magura

Wenn Sie während Ihres Aufenthalts in den Niederen Beskiden (Beskid Niski) vom Skifahren träumen, ist Krynica-Zdrój der beste Ort für Sie. Das beliebte Skigebiet in der Nähe des Kurortes verfügt über 8 Pisten mit einer Länge von 8 km, von denen 4 ein FIS-Zertifikat haben. Es gibt eine Gondelbahn, die Sie auf den Gipfel Jaworzyna Krynicka bringt, und von der Bergstation können Sie in beide Richtungen abfahren. Zu den beliebtesten Routen gehören die mittelschwere "1" und "6", die angenehm profilierte "2" oder die schwierigere "5".   Krynica ist ein beliebtes Winterziel für Polen, Slowaken und Ungarn. Wenn Sie also Ruhe und leere Pisten bevorzugen, sollten Sie am besten unter der Woche dorthin fahren. Auf dem Gipfel Magura Malastowska gibt es auch eine intime Skipiste, die in einem wunderschönen Buchenwald versteckt ist und auf der man selbst in der Hochsaison keine Menschenmassen sieht. Ein Ausflug nach Krynica kann man mit einem Besuch des Nikifor-Museums verbinden. Er war ein weltbekannter Maler naiver Bilder lemkischer Herkunft. Eine Skiausrüstung können Sie günstig unterhalb der Piste in Krynica oder im Dorf Małastów, unterhalb der Piste auf dem Gipfel Magura, ausleihen.   Website vom Skigebiet in Krynica-Zdrój Website vom Skigebiet  Magura-Ski-Park (auf Polnisch)   SIEHE DIE GANZE GESCHICHTE – NIEDEREN BESKIDEN  

Siehe

Chassidim aus Bobowa

Die jüdische Kultur hatte einen großen Einfluss auf die polnische Identität. Vor dem Zweiten Weltkrieg machten die Juden 10 % der Bevölkerung des Landes aus und waren in verschiedene Gruppen unterteilt. Eine der originellsten Gruppen war die mystische chassidische Bewegung, die im 17. Jahrhundert in Polen in der düsteren Atmosphäre der Kriege entstand, die im Land damals stattfanden. Die Chassidim haben ihre Lehren dank der Tätigkeit des Wanderpredigers Israel Ben Eliezer (Baal Shem Tov) begonnen. Sie predigten die Notwendigkeit, die strengen Regeln des traditionellen Judentums zu vereinfachen. Sie streben nach direktem Kontakt mit Gott und lieben das Tanzen und Singen am meisten auf der Welt. Die Bewegung wurde besonders populär in Galizien, einer ehemaligen Provinz der österreichisch-ungarischen Monarchie, wo sich enge Gemeinschaften um charismatische Zaddikim bildeten. Der vielleicht bekannteste Zaddik war Elimenech aus der Stadt Leżajsk in Ostpolen. Die Stadt Bobowa wurde dank der Tätigkeit des Zaddiks Shlomo Halberstam zu einem heiligen Ort des Chassidismus. Chassidim aus Bobowa (Bobower Chassidim) leben bis heute in nordamerikanischen Städten. Jedes Jahr Anfang Juli strömen sie in die örtliche Synagoge, um ihrem geistigen Führer zu gedenken. Das genaue Datum der Jahrzeit, des Geburtstags vom Zaddik, richtet sich nach dem hebräischen Kalender, aber fällt normalerweise in die erste Juliwoche. Die historische Synagoge in Bobowa füllt sich mit Liedern und Gebeten frommer Chassidim aus aller Welt. Im Grab des Zaddiks hinterlassen sie “kwitełe“ - Zettelchen mit Wünschen. Die Synagoge in Bobowa kann man das ganze Jahr über besuchen. Den Schlüssel zum Gebäude erhalten Sie... im benachbarten Friseursalon (Grunwaldzka-Straße 2). Der Innenraum begeistert mit teilweise erhaltenen Polychromien und einem reich verzierten Toraschrein (aron ha-kodesh). Bobowa liegt an der Route zu den Beskiden und es lohnt sich, eine Stunde Zeit zu widmen, um diesen einzigartigen Ort polnisch-jüdischer Kultur zu besuchen, der auch heute noch lebendig ist. SIEHE DIE GANZE GESCHICHTE – NIEDEREN BESKIDEN  

Siehe

Nikifor – ein genialer Außenseiter

Viele Jahre lang konnten Besucher des Kurortes in Krynica auf der Hauptpromenade einen kleinen, gebeugten Mann treffen, der auf Kartons und in zerrissenen Heften malte. Da man ihn als geistig behindert betrachtete, nannte er sich Nikifor, obwohl sein richtiger Name anders war. Gegen Ende seines Lebens erobern seine Werke die Kunstgalerien in Europa und der unterschätzte Maler wird als führender Vertreter der Naiven Kunst anerkannt. Bei einem Besuch in Krynica auf dem Weg zu den Skipisten lohnt es sich, ein bescheidenes Museum zu besichtigen, das diesem bemerkenswerten Mann gewidmet ist. Sein offizieller Name war Epifaniusz Drowniak und er stammte aus einer lemkischen Familie. Sie waren griechisch-katholische oder orthodoxe Bewohner der Beskiden (Beskidy). Der stille, kleine, stotternde Mann lebte allein und in Armut und malte sein ganzes Leben lang wie besessen Ansichten von Krynica, Kurvillen, orthodoxe Holzkirchen der Region und Berglandschaften. Er hatte ein unglaubliches Gespür für Farben, das von den Malern der Gruppe des Kapismus in den 30 er Jahren des XX. Jahrhunderts erstmals geschätzt wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er zusammen mit der gesamten lemkischen Gemeinde ans andere Ende des Landes vertrieben und kehrte dreimal zu Fuß nach Krynica zurück, wobei er zweimal auf dem Rückweg zurückgeschickt wurde.     Nikifor schuf im Laufe seines Lebens fast 40 tausend Werke, von denen die meisten im Bezirksmuseum in Nowy Sącz aufbewahrt werden. Gegen Ende seines Lebens wurde er dank der Bemühungen seiner Freunde aus Krakau weltweit geschätzt. Ausstellungen seiner Werke fanden in Paris, Amsterdam, Wien, Hannover, Frankfurt am Main und Baden-Baden statt. Eines seiner Werke stellt ... den Wiener Bahnhof dar. Die Lebensgeschichte des Malers wird in dem Film "Mein Nikifor" ("Mój Nikifor") aus dem Jahr 2004 erzählt, in dem die Rolle des Künstlers in phänomenaler Weise von einer Frau, der Schauspielerin Krystyna Feldman, gespielt wurde.   Mehr über Nikifor: https://culture.pl/en/artist/nikifor  Webseite des Nikifor-Museums in Krynica-Zdr ój: http://muzeum.sacz.pl/en/strony_filie/muzeum-nikifora/ 

Siehe

Schwarzer Goldrausch in den Beskiden

Lange vor der Epoche der Erdölbohrungen in Texas und mehr als ein Jahrhundert vor den Scheichs am Persischen Golf wurden die armen, peripher gelegenen Gebiete der österreichischen Provinz Galizien vom Rausch des schwarzen Goldes erfasst. Hier wurde die Petroleumlampe erfunden, die bis zur Patentierung der Glühbirne die Wohnungen der Menschen beleuchtete. Die Erdölförderung brachte den Erdölbaronen ein Vermögen ein. Bei einem Ausflug in die Niederen Beskiden (Beskid Niski) können Sie die Anfänge einer Industrie kennen lernen, die die Welt für immer verändert hat. Es ist schwer zu glauben, dass diese Geschichte wirklich passiert ist! Seit Jahrhunderten profitieren die Bergbewohner aus dieser Gegend von den Vorzügen des "Steinöls" (wie das Erdöl früher genannt wurde), das auf natürliche Weise aus dem Boden in die Vertiefungen des Geländes herausfloss und die Bäche schwarz färbte sowie die Brunnen vergiftete. Es wurde zum Schmieren von Wagen- und Mühlenrädern, zum Weichmachen von Häuten und sogar als "Heilmittel" bei Erkältungen und Tuberkulose verwendet. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg verkauften Bauern aus den umliegenden Dörfern das Erdöl in kleinen Flaschen von Pferdewagen. Im Dorf Łosie können Sie das historische Freilichtmuseum Zagroda Maziarska besuchen, wo Sie über die Geschichte des Erdöls erfahren, bevor es in die Tanks unserer Autos gekommen ist.   Der Durchbruch in der industriellen Erdölförderung kam mit der Arbeit von Ignacy Łukasiewicz. Dieser polnische Apotheker und Unternehmer aus Lemberg (Lwów) erhielt um die Jahreswende 1852/1853 zusammen mit seinem Assistenten Jan Zeh Petroleum durch Destillation. Die praktische Verwendung dieser Flüssigkeit wurde sofort entdeckt, und noch in demselben Jahr wurde im Schaufenster der Łukasiewicz-Apotheke eine Petroleumlampe angezündet. Fünf Jahre später beleuchtete seine Erfindung bereits Häuser. Eine kleine Wegkapelle in der Stadt Gorlice erinnert an den Ort, an dem die Petroleumlampe zum ersten Mal die Straßen beleuchtete. Die Patentierung der Glühbirne durch Thomas Edison stellte schnell die Erfindung des galizischen Apothekers in den Schatten, aber das Erdöl fand leicht neue Anwendungen. Im Jahr 1854 eröffneten Łukasiewicz und seine Partner die erste Erdölquelle auf der Welt. Amerikanische Geschäftsleute, darunter John D. Rockefeller, interessierten sich für die Erdölförderung in den galizischen Bergwerken und besuchten das Bergwerk in den Beskiden. Nach der Legende wollte der künftige Ölmagnat Łukasiewicz für den Besuch des Bergwerks zahlen. Dieser lehnte aber die Bezahlung ab und betonte, dass es um eine Mission gehe. In vielerlei Hinsicht widersprach Łukasiewicz dem Klischee des gierigen Kapitalisten. Er spendete einen großen Teil der Gewinne aus dem Erdölverkauf für die Entwicklung des Bildungswesens in der Region, den Bau von Straßen und Krankenhäusern. Heute kann man das historische Bergwerk in Bóbrka so wie Rockefeller besichtigen, wenn auch gegen eine geringe Gebühr. Dort gibt es ein Museum, das die Führung in englischer Sprache anbietet. Es ist ein Muss auf Ihrer Tour durch die  Beskiden. Nicht nur, wenn Sie für Technik begeistert sind!   Website des Bergwerks in Bóbrka: https://bobrka.pl/de/bergwerk-bobrka/ 

Siehe