Open’er Festival

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Für viele ein Muss in den Ferien und das beliebteste Musikfestival Europas.

Das Open’er Festival in Gdynia ist ein Fest der modernen Musik und eine großartige Idee, um ein Wochenende in der Dreistadt – einem Konglomerat der drei polnischen Küstenstädte mit Gdańsk an seiner der Spitze – zu bereichern.

Open’er Festival

Das Open’er Festival findet jedes Jahr Anfang Juli auf dem Gelände des stillgelegten Flughafens in Gdynia – Babie Doły – in unmittelbarer Nähe zur Ostsee statt. Im Laufe der letzten Jahre waren auf der Veranstaltung solche Musik-Stars wie Coldplay, Florence and the Machine, BeastieBoys, Björk, Pearl Jam, The White Stripes, Franz Ferdinand und The Black Keys zu Gast. Im Rekordjahr 2018 genossen 140.000 Menschen das Festival vor der Coronavirus-Pandemie.

Von Danzig aus kann man mit dem Schnellzug nach Gdynia und Bussen zu dem Festival kommen, man kann auch auf einem Campingplatz übernachten. Vom Festivalgelände am Flughafen bis zum Strand in Babie Doły sind es ca. 20 Minuten zu Fuß.

Im Jahr 2022 wird das Festival vom 29. Juni bis zum 2. Juli stattfinden.

Website des Festivals

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Open’er Festival

Das Open'er Festival in Gdynia

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Gdańsk und die Dreistadt

In wenigen Worten Das Internet wird regelmäßig mit Luftaufnahmen von alten Mietshäusern in Gdańsk mit schmalen Fassaden und verzierten Giebeln überschwemmt, die wie Bonbons in einer Pralinenpackung eng aneinander liegen. Tausende von Likes unter den Einträgen sind wohl verdient - das historische Gdańsk sollte man an mindestens einem Tag gemütlich besichtigen. Und noch länger, wenn man andere, aber ebenso interessante Zentren der so genannten "Dreistadt" hinzunimmt: Sopot und Gdynia!   Es gibt viele Schlagworte, um die Stadt an der Mündung der Weichsel in die Ostsee zu beschreiben. Gdańsk (deutsch: Danzig) ist eine alte Handelsstadt der Hanse, einst eine der größten und reichsten Städte Europas. Ein Ort, an dem der Zweite Weltkrieg begann und die soziale Bewegung, die den Kommunismus in Osteuropa stürzte, ihren Ursprung hatte. In den Straßen der Altstadt werden Sie sich, nicht ohne Grund, wie in Amsterdam fühlen, und Sie werden einige faszinierende Museen sehen, darunter eines, das in einer riesigen postindustriellen Werft untergebracht ist. Unabhängig davon bringen wir Sie mit der Schnellbahn direkt in die Kuratmosphäre von Sopot und in die modernistische Stadt Gdynia. Mit einem Wort - die Qual der Wahl! Wir helfen Ihnen dabei.   Bevor Sie mit der Besichtigung beginnen Die Altstadt von Gdańsk ist relativ klein und kann zu Fuß erkundet werden. Zur Danziger Werft, wo sich das Europäische Zentrum der Solidarność befindet, und weiter nach Sopot und Gdynia gelangt man am besten mit der S-Bahn vom Hauptbahnhof. Die Züge sind schnell und fahren regelmäßig. Sie sind eines der wichtigsten Verkehrsmittel für die Einwohner der Dreistadt. Die Fahrt von Gdańsk nach Gdynia dauert etwa eine halbe Stunde.     Wie kommt man zum Meer? Das Zentrum von Gdańsk liegt im Landesinneren, am alten Flussbett der Weichsel und der in sie mündenden Flüsse. Wenn Sie am Meer spazieren gehen möchten, ist ein Ausflug nach Sopot die beste Option. In der Hochsaison, wenn sich der Kurort in einen beliebten Urlaubsort verwandelt, ist es am besten, nach Gdynia zu fahren, das jetzt vor allem bei den jüngeren Bewohnern der Stadt in Mode ist. Zu keiner Jahreszeit trifft man hier auf Menschenmassen, und es gibt zahlreiche gemütliche Cafés und Restaurants.   Ein Moment in der Altstadt Eine Stadtbesichtigung in Gdańsk beginnt in der Regel am Eingang zur Altstadt, unter dem Goldenen Tor. Schon von weitem sieht man den einstigen Reichtum der Stadt, die durch den Getreidehandel mit Westeuropa groß geworden ist. Die Stadt unterhielt besonders enge Beziehungen zu den Niederlanden, die der Hauptempfänger von polnischem Getreide waren. Dies zeigt sich sehr deutlich in der Architektur des Zentrums, dessen Straßen täuschend ähnlich mit den niederländischen Städten sind.    Der repräsentativste Teil des Zentrums ist Długi Targ (Langer Markt) - ein ehemaliger Marktplatz mit einem charakteristischen Rathaus aus Backstein und dem Neptunbrunnen - dem Schutzpatron dieser Stadt am Meer. Auch der prächtige Artushof (Dwór Artusa), einst eine Finanzbörse für die Einwohner der Stadt, wird Ihnen sicher nicht entgehen.  Vom Długi Targ sind es nur wenige Schritte bis zur mächtigen Marienkirche (Kościół Mariacki). Sie ist die größte Backsteinkirche in Europa. Im Inneren, das von weißen Wänden und großen Fenstern erhellt wird, ist es am besten, sich einfach hinzusetzen und nachzudenken - zunächst unter der monumentalen, ganz aus Holz gefertigten astronomischen Uhr, die von einer Skulptur des Lebensbaums gekrönt wird, und dann unter der an einer Säule hängenden Reproduktion des "Jüngsten Gerichts" von Hans Memling. Das Original dieses Meisterwerks mittelalterlicher Vorstellungskraft befindet sich im nahe gelegenen Nationalmuseum, wo Sie das Triptychon von allen Seiten betrachten können. Das Gemälde steht den herausragenden Werken von Hieronymus Bosch in nichts nach! Die malerische Mariacka-Straße führt von der Kirche bis zum Ufer des Motlawa-Flusses und eignet sich hervorragend für eine kurze Pause. Charakteristische Ziertreppen führen hier zu den Türen der Häuser, genau wie in New York (zur Erinnerung: vor langer Zeit eine niederländische Kolonie!). Unter der Nummer 36 befindet sich das beliebte Café "Drukarnia". Ein paar hundert Meter weiter sind wir bereits am Fluss, der sich durch die von Brücken durchzogenen Kanäle schlängelt. Über Ihnen sehen Sie die riesige Silhouette des alten Hafenkrans. Er ist der älteste erhaltene Hafenkran des mittelalterlichen Europas. In der Gegend gibt es viele Möglichkeiten, sich hinzusetzen und zu essen - auch auf der anderen Seite der Insel, wo sich alte Getreidespeicher befinden, die heute zu einem modischen Viertel mit Lofts und Geschäften geworden sind.   Richtung: Museen Das Nationalmuseum in Gdańsk ist vor allem wegen des echten Memling-Triptychons einen Besuch wert. Das von einem italienischen Bankier in Brügge in Auftrag gegebene Gemälde wurde von der Besatzung eines Handelsschiffs aus Gdańsk entführt und ist seitdem eine Zierde der städtischen Kunstsammlung. In den angrenzenden Räumen finden Sie antike Holzschränke des Danziger Bürgertums und Gebrauchsgegenstände aus dem goldenen Zeitalter der Stadtgeschichte. In dem modernen, größtenteils unterirdischen Gebäude des Museums des Zweiten Weltkrieges lernen Sie die komplizierte Geschichte eines der schrecklichsten Konflikte der Weltgeschichte anhand einer Multimedia-Ausstellung besser kennen. Der Auslöser für den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs war Hitlers Anspruch auf Gdańsk, das damals eine freie Stadt an der Grenze zwischen Polen und Deutschland war. Mit fast 5.000 Objekten ist die Ausstellung eine der größten der Welt und verdient einen längeren Moment des Nachdenkens.   Internetseite des Museums Nicht weit davon entfernt, in dem beeindruckenden Gebäude einer alten Mühle, ist das Bernsteinmuseum untergebracht. Versteinerte Kiefernharzstücke, die an den Stränden der Ostsee zu finden sind, sind ein Erkennungszeichen dieses Europateils. Bernstein wurde bereits von den Römern geschätzt, die Karawanen schickten, um diesen wunderschön flammenden (deutsch: Bernstein) Stein aus Bronze und Orange zu holen. Im Museum erfahren Sie etwas über die Geschichte der menschlichen Faszination für Bernstein und sehen Beispiele für seine Verwendung, vom Bernstein-Schachbrett bis zu Schiffsmodellen. Internetseite des Museums   Richtung: Werft In der Landschaft von Gdańsk sind die Kirchtürme der Altstadt mit charakteristischen Silhouetten der Hafenkräne verflochten. Es gibt mehr als 120 davon in der ganzen Stadt! Die örtliche Werft war das Ein und Alles der polnischen kommunistischen Behörden und die dort gebauten Schiffe wurden in die ganze Welt exportiert.  Umso schockierender für die Parteidiktatur war die Entstehung für Solidarność-Bewegung, die sich aus dem Protest von Werftarbeitern, die mit der schlechten wirtschaftlichen Lage des Landes unzufrieden waren, zu einer Kraft entwickelte, die den demokratischen Wandel in Osteuropa inspirierte. Die Geschichte des sozialen Projekts, dessen Gesicht und Ikone Lech Wałęsa wurde, kann in einer Ausstellung in den Räumlichkeiten des Europäischen Zentrums der Solidarność erkundet werden. Aus der Ferne sieht es aus wie ein riesiger rostiger Tanker, im Inneren begeistert es durch seine architektonischen Lösungen und vor allem durch die Ausstellung, die uns mit Verständnis für die Geschichte unseres Kontinents bereichert. Internetseite von ECS Die alten Docks der Werft rund um das Europäische Zentrum der Solidarność haben sich in den letzten Jahren zu einem Ort entwickelt, an dem die Clubkultur blüht. Besonders sehenswert ist die Elektriker-Straße (poln.: ulica Elektryków), in welcher in der Hochsaison mehrere beliebte Musik-, Alkohol- und Gastronomielokale betrieben werden. Atem holen in Sopot  Der Kurort Sopot ist der wichtigste Ferienort in Gdańsk. Die Hauptpromenade an der Monte Cassino-Straße kann in der Hochsaison überfüllt sein, aber es gibt auch viele ruhige Straßen mit fantastischer Kurarchitektur, die an die besten Zeiten des Fin de Siècle erinnert.        Die Hauptattraktion ist die längste Mole an der Ostseeküste, die ihre heutige Form in den 1920er Jahren erhielt. Bei schönem Wetter kann man von dort aus einen Strandspaziergang unternehmen, am besten in Richtung Norden, zum Stadtteil Orłowo in Gdynia. Dort verengt sich die Küste, der Wald reicht bis an den Rand des Meeres und fällt mit malerischen Klippen ab. Für den Hin- und Rückweg benötigen Sie etwa zwei Stunden, unterwegs können Sie in einer der Tavernen am Meer etwas essen oder trinken. Das klingt nach einem guten Plan!   Sopot lässt sich am besten ohne ein spezielles Programm abseits der Hauptrouten erkunden. Für Fans der Filme von Werner Herzog empfiehlt sich ein Besuch in der Kościuszki-Straße 10, wo das Geburtshaus von Klaus Kinski steht, einem charismatischen deutschen Schauspieler, der in vielen Filmen des genialen Regisseurs die Hauptrolle spielte. Empfehlenswert ist auch ein Besuch des Sierakowski-Herrenhauses. Der junge Frédéric Chopin besuchte das Herrenhaus, heute gibt es dort ein schönes Café Wolny Stolik (Freier Tisch) wo man sich nach einem Stadtbummel ausruhen kann.   Gdynia - zur Abwechslung Die Stadt Gdynia wurde auf Initiative der polnischen Behörden in der Zwischenkriegszeit als Haupthafen des Landes und als Fenster zur Welt gegründet. Damals lag Gdańsk außerhalb der Grenzen eines Landes mit 30 Millionen Einwohnern, das einen Seeweg für den Kohleexport und den Kontakt mit Großbritannien, Amerika und dem Rest der Welt benötigte.     In kurzer Zeit entstand eine beeindruckende modernistische Stadt mit moderner, funktionaler Architektur. Die von den besten polnischen Architekten entworfenen Mietshäuser ähneln Seeschiffen - wenn man die Bebauung im Zentrum betrachtet, sieht man zahlreiche halbrunde Balkone und Kapitänsfenster an den Wänden.      Die Stadt ist voller Grünflächen und ruhiger, villenartiger Viertel, die Straßen sind breit und klar abgegrenzt. Dies wird von den jungen Polen geschätzt, die Gdynia als Lebensort besonders schätzen. Hier finden Sie viele modische Lokale, in denen Sie gut essen und trinken können. Neben einem Spaziergang durch den repräsentativen Teil des Hafens und den Küstenboulevard empfehlen wir einen Ausflug durch die Straßen des Villenviertels Kamienna Góra, das auf einem Hügel liegt. Trinken Sie einen Kaffee in der charmanten Bar Uboga Krewna (Arme Verwandte) (ul. Krasickiego 6) und genießen Sie ein köstliches Abendessen in einem der beliebten Restaurants im Zentrum von Gdynia. Sie werden begeistert sein! Auch in Gdynia finden Fans von einzigartigen Museen viel Auswahl. In einem der ehemaligen Hafengebäude ist das Emigrationsmuseum untergebracht, das in einer beeindruckenden Ausstellung die Geschichte der Migration von Europa nach Amerika im 19. und 20. Jahrhundert erzählt. Gdynia, ein geschäftiger Hafen in der Zwischenkriegszeit, war das Tor für viele, die vor Armut und wachsenden nationalen Spannungen flohen. Bei der Besichtigung der Ausstellung erfahren Sie mehr über die Beweggründe der Menschen, die beschlossen, ihr Leben aufzugeben und sich auf den Weg ins Unbekannte zu machen. Internetseite des Emigrationsmuseums Gdynia Im Rhythmus eines Festivals Eine gute Zeit für den Besuch in der Dreistadt ist der Sommeranfang, wenn das große Musikfestival Open'er in Gdynia stattfindet - der alte Flughafen in Babie Doły zieht Pop- und Rockmusikstars aus der ganzen Welt an. Wir schreiben hier mehr über dieses Festival. Ein Vorschlag für Fans klassischer Musik ist das Actus Humanus Festival, das im Frühjahr in Gdańsk stattfindet, und Fans des Theaters - Shakespeare Festival, das jeweils im Juli und August stattfindet. Internetseite des Open'er Festivals Internetseite des Actus Humanus Festivals Internetseite des Shakespeare-Festivals in Gdańsk

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Windsurfen und Kitesurfen

Der schmale, sandige Landstreifen, der als Halbinsel Hel (Mierzeja Helska) bekannt ist, ragt mit einem charakteristischen "Kuhschwanz" etwa 35 km lang in die Ostsee und ist einer der interessantesten Orte an der polnischen Küste. Sie können mit der Fähre oder mit dem Regionalzug von Danzig aus dorthin gelangen. Im Sommer ist sie ein beliebtes Urlaubsziel, aber auch ein polnisches Mekka für Windsurf- und Kitesurf-Fans. Der böige Wind, der fast das ganze Jahr über weht, und die schönen, breiten Sandstrände, für die die Ostsee berühmt ist, locken die Amateure des Wind- und Keitsurfen nach Hel.   Closeup to a young man preparing to kitesurf with shiny waves in the background   Die Halbinsel Hel entstand durch den Sand der Meeresküste, der im Laufe der Jahrhunderte von Westen nach Osten, entsprechend der häufigsten Windrichtung, aufgetragen wurde. An ihrer schmalsten Stelle ist die Halbinsel nur 150 Meter breit und wächst langsam aber stetig. Ganz am Ende der  Halbinsel liegt das Fischerdorf Hel mit seinem kleinen Hafen. Einst ein strategischer Militärstützpunkt, heute zieht er zahlreiche Touristen an, vor allem im Sommer. Dort gibt es ein kleines Robbengehege, das sich mit der Wiederherstellung der Seehundpopulation in der Ostsee beschäftigt. Nach den kritischen Momenten in den 1970er Jahren, als die Zahl der Kegelrobben im gesamten Gewässer auf etwa 3.000 zurückging, konnte die Population wieder auf 30.000 Exemplare zurückgeführt werden. Das sind jedoch immer noch knapp 30 % der Population vor der Ära der Massenfischerei, und wir dürfen nicht vergessen, welchen Bedrohungen wir heute ausgesetzt sind - der globalen Erwärmung und dem allmählichen Rückgang der Fischbestände im Meer.   Der immer wehende Wind, die Wellen und das seichte Wasser vor der Küste haben ideale Bedingungen für Wind- und Kitesurfer geschaffen. Selbst in der Hochsaison ist es auf dem Meer kalt, und man gleitet meist in speziellen, wärmenden Neoprenanzügen dahin, aber das graphitschillernde Meer und das Weiß des Sandes an den weiten Ostseestränden sind unübertroffen. Überzeugen Sie sich selbst! In der Stadt Hel und den Städten Jastarnia und Chałupy in der Mitte der Halbinsel gibt es viele Schulen, die Unterricht und erweiterte Kurse anbieten - in Polnisch und Englisch. Sie können diese leicht auf dem Portal Tripadvisor oder durch Eingabe in eine Suchmaschine finden. Hinweis: Die Hauptsaison an der polnischen Ostsee ist im Juli und in der ersten Augusthälfte. Ende August sind die Strände nicht so überfüllt und das Wetter bleibt mindestens bis Ende September stabil. Die durchschnittliche Meerestemperatur liegt im Sommer nicht über 20 Grad Celsius. Mehr über die Halbinsel Hel   SIEHE DIE GANZE GESCHICHTE – KASCHUBEI  

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Ordensburg Marienburg

Für Liebhaber der Kunst und der gotischen Architektur gibt es in Nordpolen kaum weniger zu sehen als in den kathedralengeschmückten Städten Frankreichs. Wenn Sie jedoch nur ein Gebäude nennen sollten, das Sie auf keinen Fall verpassen dürfen, dann wäre es die Ordensburg Marienburg [zamek Malbork]. Die ehemalige Hauptstadt des Orden der Brüder vom Deutschen Hospital Sankt Mariens, der direkt aus Jerusalem hierher verlegt wurde, ist die größte mittelalterliche Burg der Welt, die bis heute in hervorragendem Zustand erhalten ist. Die Aufnahme der Burg Malbork in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes im Jahr 1997 war nur noch eine reine Formsache. Was werden Sie vor Ort sehen?     „Der Deutsche Orden“, in Polen bekannt als Deutscher Ritterorden [Krzyżacy], ist neben den Templern und den Johannitern einer der drei Ritterorden, die im Zuge der Kreuzzüge entstanden sind. Sie wurden von einem der Prinzen eingeladen, die Grenzen gegen die heidnischen Preußen zu verteidigen. Sie haben sich schnell in Pommern angesiedelt und bauten zahlreiche Burgen und Backsteinkirchen. Sie waren auch ihren heidnischen Nachbarn nicht gerade wohlgesonnen und rotteten die einheimische preußische Gemeinschaft aus. Von einem anfänglichen Verbündeten wurde der Deutsche Ritterorden schnell zu einer ernsthaften Bedrohung für das polnische Königreich, und blutige Kriege um den Zugang zur Ostsee bestimmten den Rhythmus der folgenden Jahrhunderte.      Der Deutschordensstaat führte zu einer deutschen Präsenz an der Ostsee und in einer Region, die bis 1945 Ostpreußen hieß. Die Situation änderte sich grundlegend, als nach den Verträgen, die den Zweiten Weltkrieg beendeten, praktisch alle deutschen Einwohner der Region zwangsumgesiedelt wurden und Preußen zwischen Polen und Russland aufgeteilt wurde. Was von den Deutschordensrittern übrig geblieben ist, ist eine bewegte Geschichte - und die prächtigen roten Backsteinbauten, die es viele in dieser Gegend gibt.     Die nach den Zerstörungen des Krieges in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzte Ordensburg Marienburg ist einen langen Besuch wert. Sie erstreckt sich über eine Fläche von 21 Hektar, und allein für den Bau der Hohen Burg - dem zentralen Teil der Burg - wurden 3,5 Millionen handgeformte Tonziegel verwendet! Besonders beeindruckend sind die hellen Innenräume des Großen Refektoriums und des Sommerrefektoriums mit ihren weißen Rippengewölben sowie Malborker Gdanisko - ein monumentaler Wehrturm, der durch einen besonderen Gang mit dem Rest der Burg verbunden ist, ein Markenzeichen der germanischen Burgarchitektur. Die Besichtigung des Schlosses dauert etwa 3,5 Stunden mit einem Führer oder 2,5 Stunden mit einem Audioguide. Website der Ordensburg Marienburg       SIEHE DIE GANZE GESCHICHTE – KASCHUBEI  

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Kaschubische Schweiz

Im Morgennebel ist die Oberfläche des Sees so glatt wie ein Tisch. Die Sonne geht mit einem Vogelgesang schnell auf und streichelt das Blau des Wassers mit ihren warmen Strahlen. Die bewaldeten Hügel ringsum duften nach Nadelbäumen und Pilzen, die Füße baumeln untätig auf der Holzplattform. Stille klingt in den Ohren. Die Reisenden nannten diesen phänomenal schönen Teil Polens früher "blaues Ländchen", aber der Name "Kaschubische Schweiz", der im 19. Jahrhundert von deutschen Touristen geprägt wurde, wurde noch populärer. Der Ostrzyckie-See, einer der größten in der Region, wurde schon mit dem Vierwaldstättersee in Luzern verglichen! Zu Recht oder zu Unrecht - denn schon bald nach Ihrer Ankunft werden Sie feststellen, dass die Kaschubei (genau wie die Schweiz) ein einzigartiger Ort ist. Mehr als 500 Seen, sanfte Hügel und riesige Felsbrocken, die auf Wiesen liegen, sind Erinnerungen an den großen Gletscher, der einst ganz Nordeuropa bedeckte. Bis zum Meer und nach Danzig sind es nur 50 Kilometer, aber die Landschaft verrät nicht die Nähe zu den weißen Ostseestränden und der großen Hafenstadt hinweg. Sie können die kaschubischen Seen und Wälder frei mit dem Kajak, Segelboot oder Fahrrad erkunden. Die Hügel sind nicht hoch, und die Straßen, obwohl sie manchmal sandig sind, schlängeln sich wunderbar durch die einsamen Wälder und Felder und bieten immer wieder atemberaubende Ausblicke. Der höchste Berg der Kaschubei und ganz Nordpolens ist Wieżyca, auf dessen Gipfel sich ein Aussichtsturm befindet. Die Verbindungen zwischen den Seen ermöglichen es wiederum, die wunderschöne 40 Kilometer lange Raduńskie-Seen-Kajakschleife durchzufahren, die hier beschrieben wird. Die Kaschubei zeichnet sich nicht nur durch ihre Landschaft aus, sondern auch durch ihre ausgeprägte regionale Kultur und die kaschubische Sprache, die das einzige Überbleibsel der von den pommerschen Slawen aus dem Ostseeraum gesprochenen Sprache ist. Obwohl sie 2005 als Regionalsprache anerkannt wurde und in 400 Schulen der Region unterrichtet wird, wird sie noch immer hauptsächlich von älteren Menschen gesprochen und steht auf der UNESCO-Liste der gefährdeten Sprachen. Die kaschubische Sprache hat vor allem dank der lutherischen Pfarrer überlebt, die es seit dem 16. Jahrhundert in der Liturgie verwenden. Den größten Schaden erlitt die Kaschubei durch die kommunistischen Behörden in Polen, die in der Regel alle Anzeichen regionaler Besonderheiten unterdrückten. Heute wird die Sprache langsam wiederbelebt. Vielerorts findet man zweisprachige Schilder mit dem charakteristischen kaschubischen Alphabet, in dem die für die Sprache typischen Laute geschrieben sind, und an den Häusern sieht man die schwarz-gelben Fahnen der Region. Charakteristisch für die Kaschubei ist die Blumenstickerei, die aus sieben Farben besteht und von Blautönen dominiert wird. Man findet es auf traditioneller kaschubischer Kleidung, in Häusern und auf Souvenirs aus der Region. Ein weiteres Erkennungszeichen dieses malerischen Landes ist der Schnupftabak - "Teufelskraut" -, der von den alten Kaschuben eifrig konsumiert wird. Neben getrocknetem Tabak enthält der kaschubische Schnupftabak auch Kaffee, Minzblätter und getrocknete Pflaumen. Die Kaschubei ist ein Land, das man in einem langsamen Rhythmus erkunden kann. Auf unserer Website finden Sie verschiedene Reiseempfehlungen, aber am besten verlassen Sie sich auf die Ratschläge der Gastgeber, bei denen Sie untergebracht sind, und vor allem auf Ihre eigenen Urlaubspräferenzen. Unabhängig von dem Wetter werden Sie sich bis ans Ende Ihres Lebens an Ihren Sommerurlaub in der Kaschubei erinnern! Die Website der Region   SIEHE DIE GANZE GESCHICHTE – KASCHUBEI    

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