Traditionelle Musik in der Stadt Biecz

Traditionelle Musik in der Stadt Biecz

Traditionelle Musik in der alten Stadt Biecz

Die Geschichte kann für Städte sehr wechselhaft sein und einige zu Hauptstädten machen, während andere an den Rand des Geschehens gedrängt werden. Einer der spektakulärsten Windwechsel in der Geschichte Polens fand in der Stadt Biecz statt. Am Ende des Mittelalters war sie eine der größten Städte des Landes, heute ist sie eine ruhige Stadt am Fuße der Berge. An die Zeiten des Ruhms vom „polnischen Carcassone” (“Polskie Carcassone” ) erinnern düstere gotische Türme und Gebäude sowie das Kromer Festival, ein einzigartiges Festival, das der Traditionellen Musik gewidmet ist.

Traditionelle Musik in der Stadt Biecz

Biecz entwickelte sich dank des Handels mit dem nahe gelegenen Ungarn. Die Keller rund um den heute verschlafenen Marktplatz wurden vor langer Zeit mit Fässern mit ungarischem Wein gefüllt.

Die Stadt wurde regelmäßig vom König besucht und es gab hier drei Schlösser und einen Königshof. Der Zusammenbruch des Handels und blutige Kriege im 17. Jahrhundert brachten der Stadt und der gesamten Region den Niedergang. Im Jahr 1699 hatte Krakau (Kraków) selbst nur 10.000 Einwohner! In ganz Kleinpolen (Małopolska) gibt es viele unauffällige Orte mit einer langen Geschichte. Biecz ist einer der reizvollsten.

 

Foto: Kirche in Binarowa

Traditionelle Musik in der Stadt Biecz
Traditionelle Musik in der Stadt Biecz

Ende Juli und Anfang August findet das Kromer Festival in Biecz statt, ein internationales Festival der Alten Musik.

Das Festival, das den Namen des in Biecz geborenen Schriftstellers, Humanisten und Diplomaten Marcin Kromer trägt, ist eine Gelegenheit, Meister der historischen Aufführungspraxis aus der ganzen Welt mit jüngeren Liebhabern der Musik des Mittelalters, der Renaissance und des Barocks zu treffen. Kammerkonzerte finden in der monumentalen gotischen Pfarrkirche in Biecz, in der örtlichen St.-Annen-Kirche (Kościół Św. Anny) und in der nahe gelegenen Kirche in Binarowa statt, einer Perle der Holzarchitektur, die auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes steht. Alte, vergessene Kompositionen, die in den historischen Innenräumen von Kirchen ertönen, haben eine einzigartige Kraft und einen besonderen Zauber. Überzeugen Sie sich selbst davon!

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Foto: Kirche in Binarowa

 

Traditionelle Musik in der Stadt Biecz

Pfarrkirche in Biecz, St. Annen-Kirche (poln. Kościół Św. Anny)

Traditionelle Musik in der Stadt Biecz

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Das gemalte Dorf Zalipie

Das Dorf Zalipie ist bekannt für seine weißen, mit bezaubernden Blumenmustern bemalten Häuschen. Heute pilgern dort Liebhaber der Volkskunst aus der ganzen Welt, allen voran die Japaner. Früher waren die bunten Gemälde einfach eine Möglichkeit, die Armut in seiner Umgebung zu vergessen und sich in eine andere Welt zu versetzen. Wenn Sie in die Beskiden (Beskidy) reisen, sollten Sie sich ein paar Stunden Zeit nehmen, um diesen verzauberten Ort zu besuchen. Sie werden Ihre Entscheidung nicht bereuen!   Die ehemalige österreichische Provinz Galizien, zu der der größte Teil der Region Kleinpolen gehörte, war eine der ärmsten Regionen des Habsburgerreiches. Die weiß getünchten Holzhütten in den Dörfern hatten oft keine Schornsteine, daher waren ihre Wände schnell mit Ruß bedeckt. Die Frauen aus dieser Region fanden jedoch einen Weg, die Hoffnungslosigkeit und Alltäglichkeit zu überwinden...., indem sie den Pinsel in die Hand nahmen. Unter diesen Umständen entstand die Tradition des Malens. Zunächst innerhalb, später auch außerhalb der Häuser.   Die gemalten Häuschen sind in Zalipie fast an jeder Ecke zu finden. Eines der schönsten ist das Haus von Felicja Curyłowa (Zagroda Felicji Curyłowej), einer Volksmalerin, die das Land und die Welt auf dieses kleine Dorf aufmerksam gemacht hat. Jedes Jahr um das katholische Fronleichnamsfest wird ein Wettbewerb um das schönste Häuschen organisiert, an dem die Einwohner des Dorfes teilnehmen. Am ersten Sonntag nach dem Festtag findet dann ein großes Fest statt, bei dem die Gewinner bekannt gegeben werden.     Die Malereien und Stickereien, die in ihrer Aufrichtigkeit und Bescheidenheit bezaubern, finden Sie nicht nur an den Häusern, sondern auch in der örtlichen Kirche, genauer gesagt in der sich dort befindenden St.-Blasius-Kapelle. Am besten lernt man den Ort jedoch bei einem langsamen, ziellosen Spaziergang kennen. Stellen Sie sicher, dass Sie genügend Speicherplatz auf Ihrem Handy, Ihrer Speicherkarte oder Ihrem fotografischen Film haben. Die Aufnahmen von Zalipie machen süchtig! Website des Hauses der Malerinnen in Zalipie   SIEHE DIE GANZE GESCHICHTE – NIEDEREN BESKIDEN

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Pannonica Folk Festival

Pannonica Folk Festival - auf der Suche nach den Quellen mitteleuropäischer Musik "Feuer, keine Musik!" (“Ogień nie muzyka!“) - so lautet der Werbespruch eines der interessantesten Weltmusikfestivals in Mitteleuropa, Pannonica Folk Festival. An den letzten Sommertagen kommen Folk-Bands aus der ganzen Welt auf die schöne Wiese in Barcice, die zwischen den Bergen und dem reißenden Fluss Poprad liegt (oder wie es die Organisatoren beschreiben - "in den Büschen, mitten im Nirgendwo"). Im Programm findet man überwiegend Blasmusiker aus den Balkanländern, temperamentvolle Roma-Geiger aus Rumänien und Ungarn sowie Bands, die polnische Volksmusik lebendig machen, wie die Warsaw Village Band, die mit ihrem charakteristischen "weißen Gesang" und kreativ bearbeiteten Kompositionen aus der Region Masowien (Mazowsze) eine internationale Karriere gemacht hat. Zu den weiteren Gästen des Festivals gehörte das Saint Nicholas Orchestra, dessen Musik von der Kultur der griechisch-katholischen und orthodoxen Bergbewohner Polens und der Ukraine, d. h. der Lemken und Huzulen, geprägt ist.     Pannonica bezieht sich auf die Tradition des kulturellen Austausches zwischen Polen, Ungarn und den weiteren Balkanländern. Die nahe gelegene Stadt Nowy Sącz und zahlreiche Orte in der Region leben seit Jahrhunderten vom Handel mit dem Königreich Ungarn. Am Festival, das jedes Jahr an einem Wochenende Ende August und Anfang September stattfindet, nimmt man am besten mit seinem Zelt teil. Der öffentliche Campingplatz hat einen speziellen Bereich für Familien mit Kindern und sehr gute sanitäre Einrichtungen für so ein großes Musikfestival. Die drei musikreichen Tage werden durch ein umfangreiches gastronomisches Angebot bereichert, dank dem man preisgünstig und schmackhaft essen und Bio-Produkte aus der Region kaufen kann. Es gibt auch zahlreiche Stände mit originellem Kunsthandwerk und Volkskunst. Wenn Sie am Ende des Sommers in den Niederen Beskiden (Beskid Niski) sind, sollen Sie Pannonica zumindest einen Tag lang widmen. Es wird für Sie ein echtes musikalisches Erlebnis mit Tradition und Wurzeln sein!   Beschreibung des Festivals: https://www.festivalfinder.eu/festivals/pannonica-festival Website des Festivals (auf Polnisch): https://pannonica.pl/

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Chassidim aus Bobowa

Die jüdische Kultur hatte einen großen Einfluss auf die polnische Identität. Vor dem Zweiten Weltkrieg machten die Juden 10 % der Bevölkerung des Landes aus und waren in verschiedene Gruppen unterteilt. Eine der originellsten Gruppen war die mystische chassidische Bewegung, die im 17. Jahrhundert in Polen in der düsteren Atmosphäre der Kriege entstand, die im Land damals stattfanden. Die Chassidim haben ihre Lehren dank der Tätigkeit des Wanderpredigers Israel Ben Eliezer (Baal Shem Tov) begonnen. Sie predigten die Notwendigkeit, die strengen Regeln des traditionellen Judentums zu vereinfachen. Sie streben nach direktem Kontakt mit Gott und lieben das Tanzen und Singen am meisten auf der Welt. Die Bewegung wurde besonders populär in Galizien, einer ehemaligen Provinz der österreichisch-ungarischen Monarchie, wo sich enge Gemeinschaften um charismatische Zaddikim bildeten. Der vielleicht bekannteste Zaddik war Elimenech aus der Stadt Leżajsk in Ostpolen. Die Stadt Bobowa wurde dank der Tätigkeit des Zaddiks Shlomo Halberstam zu einem heiligen Ort des Chassidismus. Chassidim aus Bobowa (Bobower Chassidim) leben bis heute in nordamerikanischen Städten. Jedes Jahr Anfang Juli strömen sie in die örtliche Synagoge, um ihrem geistigen Führer zu gedenken. Das genaue Datum der Jahrzeit, des Geburtstags vom Zaddik, richtet sich nach dem hebräischen Kalender, aber fällt normalerweise in die erste Juliwoche. Die historische Synagoge in Bobowa füllt sich mit Liedern und Gebeten frommer Chassidim aus aller Welt. Im Grab des Zaddiks hinterlassen sie “kwitełe“ - Zettelchen mit Wünschen. Die Synagoge in Bobowa kann man das ganze Jahr über besuchen. Den Schlüssel zum Gebäude erhalten Sie... im benachbarten Friseursalon (Grunwaldzka-Straße 2). Der Innenraum begeistert mit teilweise erhaltenen Polychromien und einem reich verzierten Toraschrein (aron ha-kodesh). Bobowa liegt an der Route zu den Beskiden und es lohnt sich, eine Stunde Zeit zu widmen, um diesen einzigartigen Ort polnisch-jüdischer Kultur zu besuchen, der auch heute noch lebendig ist. SIEHE DIE GANZE GESCHICHTE – NIEDEREN BESKIDEN  

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Die orthodoxe Kirche in Kwiatoń

Die orthodoxe Kirche in Kwiatoń und der Wanderweg der Holzarchitektur Die Holztür quietscht beim Öffnen und gibt den Blick auf einen schwach beleuchteten Innenraum voller geheimnisvoller Gemälde und betender Menschen frei. Im westlichen Teil Kleinpolens (Małopolska) sind es in der Regel Katholiken, aber in den Niederen Beskiden (Beskid Niski) werden Sie auch griechisch-katholischen oder orthodoxen Gottesdiensten und dem bezaubernden Gesang in der orthodoxen slawischen Sprache begegnen, der sich durch die jahrhundertealten Mauern der Kirche hallt.     Die Holzarchitektur ist ein Schatz und eines der Symbole der Region Kleinpolen. 250 alte historische Kirchen, orthodoxe Kirchen, Herrenhäuser und Villen befinden sich auf dem Wanderweg der Holzarchitektur (Szlak Architektury Drewnianej) in Kleinpolen, die von den Behörden der Woiwodschaft mit großer Energie und Engagement entwickelt wird. Mehrere Meisterwerke der Zimmererkunst aus Kleinpolen wurden in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen. Eine davon ist die orthodoxe St.-Paraskewi-Kirche (Cerkiew Św. Paraskewy) in Kwiatoń, die sich in der Nähe unseres Gästehauses befindet. Die bonbonfarbige, orthodoxe Kirche besteht aus drei Zwiebeltürmen, die klar und harmonisch miteinander als Ganzes verbunden sind. Die gesamte Struktur wurde aus Holz gemacht, praktisch ohne Nägel. Der Innenraum ist voll von herzgreifender Polychromie aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts und einer vergoldeten Ikonostase mit Szenen aus dem Evangelium und zahlreichen Bildern mit östlichen Heiligen. Man muss kein Gläubiger sein, um zu spüren, dass man sich an einem Ort befindet, der von außergewöhnlicher Energie erfüllt ist. Fast jedes Tal in den Niederen Beskiden verbirgt eine alte orthodoxe Holzkirche oder einen Ort, an dem früher eine orthodoxe Kirche stand. Neben dem Gebäude in Kwiatoń können wir die orthodoxen Kirchen in Skwirtne, Owczary, Brunary oder die ein bisschen weiter entfernte Kirche in Binarowa empfehlen, in der im Sommer das Kromer Festival für die Alte Musik stattfindet. Der Besuch in den Kirchen in den Niederen Beskiden kann man ausgezeichnet mit einer Radtour verbinden. Die Hügel sind nicht hoch, die Straßen sind gut und es gibt praktisch keinen Autoverkehr. Der örtliche Führer, Jan Hyra führt mit Leidenschaft und Erfahrung durch die Kirche in Kwiatoń. Den richtigen Kontakt finden Sie unten.    Der Wanderweg der Holzarchitektur in Kleinpolen (auf Deutsch) Beschreibung der Kirche in Kwiatoń und praktische Informationen (auf Deutsch)   SIEHE DIE GANZE GESCHICHTE – NIEDEREN BESKIDEN

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